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Aktiv werden für eine gerechte Geld- und Bodenordnung!

Einladung zur Mitgliederversammlung am 30. Oktober 2021 in Erfurt

Eine Möglichkeit, die INWO kennenzulernen, gibt es rund um die jährliche Mitgliederversammlung.

JETZT MITGLIED WERDEN!

In diesem Jahr laden wir zur Mitgliederversammlung nach Erfurt ein. Die Landeshauptstadt Thüringens fasziniert durch ihre mittelalterliche Altstadt mit den engen und verwinkelten Gassen und dem Domberg. Viele Wasserläufe und Brücken brachten einem Teil der Innenstadt den Namen »Kleinvenedig« ein.

Auch in Erfurt wurde einst Freiwirtschafts-Geschichte geschrieben. Hans Timm, Geschäftsführer des 1924 entstandenen »Fisiokratischen Kampfbundes«, der die Arbeiterschaft für die Geld- und Bodenreform gewinnen sollte, hatte über einige Jahre in Hochheim (heute ein Stadtteil von Erfurt) seinen Verlag. Hier erschien auch die Zeitung »Letzte Politik«. Nach längerer Vorbereitungszeit gründeten Hans Timm und Helmut Rödiger im Oktober 1929 – fast zeitgleich mit dem New Yorker Schwarzen Freitag – in Erfurt die Wära-Tauschgesellschaft, die Gesells Ideen in die Praxis umsetzen sollte. Mit der Wära verwandt sind heutige Regiogeld-Modelle und aktuelle Vorschläge, sich mittels umlaufgesicherter Komplementärwährungen aus der Corona-Wirtschaftskrise zu befreien.

Hiermit laden wir alle Mitglieder und Interessenten herzlich ein.

Reist gerne schon am Freitag bis 18 Uhr an, um mit uns gemeinsam zu essen und die Stadt zu erkunden. Werner Onken vom Archiv für Geld- und Bodenreform gibt einen kleinen Einblick in die Freiwirtschaftshistorie.

Am Samstagmorgen vor der MV diskutieren wir, welche Ziele aus dem letzten Jahr bereits umgesetzt wurden und bei welchen wir nochmal nachlegen sollten.

Am Sonntagvormittag können die nach der Satzungsänderung ggf. neu entstandenen Gremien sich konstituieren und mit den Aktiven kommende Aktivitäten planen.

Die eigentliche MV beginnt am Samstag um 11 Uhr und endet voraussichtlich gegen 18 Uhr.

 

Tagesordnung der MV am 31. Oktober 2020

(geplante Zeit: 11-18 Uhr, Mittagspause ca. 13 bis 14 Uhr)

1. Begrüßung und Formalia (Feststellen der Beschlussfähigkeit und ordnungsgemäßer Einladung, Versammlungsleitung, Protokoll, Wahlleitung)
2. Vorstandsbericht
3. Kassenbericht und Bericht der Revisoren, Aussprache über die Berichte und Entlastung des Vorstands
4. Abstimmung über vorgeschlagene Satzungsänderungen (siehe FAIRCONOMY Juli 2021, Mittelteil S. II-III)
5. Präsentation der Ziele für 2022/2023 mit anschließender Diskussion
6. Neuwahl des Vorstands
7. Wahl der Revisorinnen/Revisoren
8. Wahl des Wissenschaftlichen Rates
9. Wahl der Kommission
10. Sonstiges

Ort:
Jugendherberge Erfurt – Hochheimer Straße
Hochheimer Straße 12
99094 Erfurt

Wir freuen uns auf Euer Kommen! Bei Fragen zur MV: INWO@INWO.de

Felix Fuders, Beate Bockting und Matthias Klimpel

 

Frühere Veranstaltungen:

Mitgliederversammlung am 31. Oktober 2020 in Düsseldorf

Am Freitagabend vor der MV besuchten wir gemeinsamen den Film OECONOMIA von Carmen Losmann. Hier geht's zum Filmtrailer!

Am Samstagvormittag von 10 Uhr bis 11.30 Uhr starteten wir mit einer gemeinsamen Bestandsaufnahme aktueller Entwicklungen und unserer Wert- und Zielvorstellungen. Nach der MV, am Sonntagvormittag, gingen wir wie immer in die konkretere Olanung des kommenden INWO-Jahres.

Mitgliederversammlung am 9. November 2019 in Münster

2019 trafen wir uns zur MV in Münster/Westfalen. Münster ist ein wichtiger Standort in der deutschen Bankenlandschaft, u.a. gibt es dort große Rechenzentren der IT-Dienstleister Fiducia & GAD (Genossenschaftssektor) und Finanz Informatik (Sparkassensektor).

Am Sonntag widmeten wir uns traditionell der konkreteren Planung des nächsten INWO-Jahres: der Vorstellung neuer interner Kommunikationstechniken, der Weiterentwicklung der Homepage, der Verleihung des Silvio-Gesell-Preises und des Kirchentags 2021...

INWO-Stand auf dem 37. Dt. Evangelischen Kirchentag

Von Mittwoch bis Samstag, 20.-22. Juni 2019 waren wir wieder auf dem "Markt der Möglichkeiten" mit einem eigenen Stand vertreten. Gleich zwei Resolutionen, die wir als INWO eingebracht haben, wurden mit großer Mehrheit vom Kirchentag verabschiedet.

Mitgliederversammlung 2018 in Frankfurt am Main

2018 waren wir am europäischen Finanzplatz Frankfurt. Die Mitgliederversammlung fand am 24. November 2018 statt. Am Tag vorher stand ein Besuch der Europäischen Zentralbank auf dem Programm. Wir hörten dort einen Vortrag über »Die Entwicklung des Interbankenmarktes« und diskutierten im Anschluss, wie sich effektive, stärkere Negativzinsen (unter Einbeziehung des Bargelds) oder Vollgeld auf den Interbankenmarkt auswirken würden.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen besuchten wir am Freitagnachmittag das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank. Dort hatten wir eine 60-minütige Führung zum Thema: »Nur stabiles Geld ist gutes Geld – Inflation und Deflation in der Geschichte«. Danach verbrachten wir den Abend in gemütlicher Runde und tauschten uns aus.

Mitgliederversammlung 2017 in Bonn

Die Mitgliederversammlung 2017 fand am 23. September 2017 in Bonn statt. Prof. Dr. Dirk Löhr hielt einen Vortrag zu »Stand der Grundsteuerreform und Perspektiven für eine freiwirtschaftliche Bodenordnung«, mit anschließender Diskussion. Die INWO unterstützt den Vorschlag einer reinen Bodenwertsteuer, wie von der Initiative "Grundsteuer: Zeitgemäß!" vorgeschlagen. Die Abschöpfung der in den letzten Jahren rapide angestiegenen Bodenrenten wird immer dringlicher und hätte viele positive Effekte.

INWO-Diskussionsveranstaltungen

Außerdem bieten wir in regelmäßigen Abständen Diskussionsveranstaltungen an.

Stadt der Zukunft: Brexit, Immobilien, Grundsteuer und die Zinsen

Am Montag, den 29. Januar 2018 veranstaltete die Initiative Finanzplatz Frankfurt (IFiF) mit Unterstützung der INWO eine Podiumsdiskussion mit den Frankfurter OB-Kandidaten Janine Wissler (Die LINKE) und Peter Feldmann (SPD). Das Motto: "Stadt der Zukunft: Brexit, Immobilien, Grundsteuer und die Zinsen". Ein wahlentscheidendes Thema der Oberbürgermeister-Wahl in der boomenden Main-Metropole am 25. Februar 2018 war bezahlbarer Wohnraum.

 

Brauchen wir eine solidarische Bankenfinanzierung?

Über diese Frage diskutierten wir am Dienstag, den 28. März 2017 in Dortmund. Bisher war die Haupteinnahmequelle der meisten Banken die sogenannte Zinsmarge, der Unterschied zwischen den Einnahmen aus Kreditzinsen und den Ausgaben für Guthabenzinsen. Da die Kreditzinsen seit Jahren stärker sinken als die Guthabenzinsen, sinkt auch die Marge der Banken. Zudem zahlen die Geschäftsbanken seit 2014 für überschüssige Reserven einen Negativzins an die Europäische Zentralbank.

Schon Karl Marx sprach vom „tendentiellen Fall der Profitrate“ und es ist auch logisch, dass in einer relativ „ausgewachsenen“ Wirtschaft die Möglichkeiten für besonders profitable Geschäfte nicht mehr so groß sind, wie sie das zum Beispiel nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs waren. Wenn die Zinsen niedrig sind und auch auf absehbare Zeit niedrig bleiben werden, müssen Banken entweder sehr stark ihre Kosten reduzieren, oder aber andere Einnahmefelder erschließen.

Viele Banken erhöhen nun die Gebühren für verschiedene Dienstleistungen, so zum Beispiel für die einzelne Überweisung, für die EC-Karte oder für die Kontoführung allgemein. Etliche Banken geben auch bereits den negativen Einlagenzins der EZB an Großkunden weiter. Einige wenige Banken, wie die Skatbank und die Raiffeisenbank Gmund, verlangen inzwischen auch von Privatkunden negative Einlagezinsen. Damit vergrößern sie zum einen direkt wieder ihre Zinsmarge, zum andern senden sie ihren Kunden das Signal, ihr Geld besser längerfristig oder anders anzulegen.

Die ökologisch und sozial orientierte GLS Bank geht mit dem im Dezember 2016 auf einer außerordentlichen Generalversammlung beschlossenen „GLS Beitrag“ einen ungewöhnlichen Weg, da unabhängig von der Inanspruchnahme der Bank-Dienstleistungen jetzt gilt: „ein Kunde, ein Beitrag“. Allerdings kritisieren einige Genossenschaftsmitglider, darunter Dirk Schumacher, dieses Modell als ungerecht. Sie würden eine Weitergabe der EZB-Negativzinsen an alle Kunden bevorzugen, da dies solidarischer und verursachergerechter wäre.

Über solche neuen Modelle der Bankenfinanzierung diskutierten

  • Falk Zientz (GLS Bank)
  • Dirk Schumacher (BGE-Kreise)
  • Beate Bockting (INWO e.V.)

am Dienstag, den 28. März um 19.00 Uhr in der Auslandsgesellschaft NRW, Steinstraße 48 in Dortmund, direkt am Dortmunder Hauptbahnhof.

 

 

INWO-Vortrag am 12. September 2016

Prof. Dr. Felix Fuders: Warum die Wirtschaftswissenschaft umdenken muss - ein Plädoyer für Negativzinsen, auch auf Bargeld

Die Wirkung der Zinsen wurde in der Vergangenheit missverstanden - mit schwerwiegenden Folgen. Die Wirtschaftswissenschaft muss nun rasch umdenken, um den Herausforderungen der aktuellen Lage unseres Finanz- und Wirtschaftssystems gewachsen zu sein.

Felix Fuders, 1. Vorsitzender der INWO, ist Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Mikroökonomie und Ökologische Ökonomie. Er ist Direktor des Ökonomischen Instituts der Universidad Austral de Chile, Direktor SPRING Chile, Mitglied der Gesellschaft für Nachhaltigkeit und im Netzwerk für Nachhaltige Ökonomie, Berlin.

Der Vortrag wurde gefilmt. Außerdem bieten wir auch einen schriftlichen Kurzbericht.

 

Newsletter, Mailingliste, Seminare

Regelmäßige Informationen über die Arbeit, Aktionen & Erfolge der INWO bieten der Newsletter und die Zeitschrift FAIRCONOMY. Sie sind gut geeignet, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Über Mailinglisten tauschen sich die aktiven Mitglieder aus. Vorträge und Seminare ermöglichen Weiterbildung für jeden Wissensstand.

Wir freuen uns über jede neue Unterstützerin und jeden neuen Unterstützer und laden herzlich zum Mitmachen ein!

10 gute Gründe, INWO-Mitglied zu werden

Inhaltliche Gründe

Die Notwendigkeit von Geld- und Bodenreformen zur Überwindung gesellschaftlicher Krisensymptome ist offensichtlich.

  • Die Überwindung der exponentiellen Wachstumsdynamik im Geldwesen beruhigt und stabilisiert die Volkswirtschaft in vielen Bereichen.
  • Ein Ende der leistungslosen Umverteilung von den Arbeitenden zu den Besitzenden schafft Gerechtigkeit und soziale Sicherheit.
  • Die Überwindung von Inflation und Deflation schafft Grundlagen für eine dauerhaft stabile Entwicklung.
  • Der Boden gehört allen. Mit dem Prinzip "nutzen statt besitzen" bekommen alle Menschen entsprechend ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten die Chance, den Boden zu nutzen. Die von den Nutzern gezahlten Pachten werden an alle Bürger verteilt.
  • Am Bedarf der Menschen, und nicht länger am Bedarf des Kapitals orientierte Volkswirtschaften ermöglichen ein friedliches Miteinander im Gemeinwesen, zwischen den Völkern und im Zusammenwirken von Mensch und Natur.

 

Organisatorische Gründe

So einleuchtend die Reformideen sind, so offensichtlich ist, dass sie sich in der gesellschaftlichen Diskussion bisher nicht behaupten konnten. Obwohl es mittlerweile zehntausende Menschen gibt, denen die Ideen vertraut sind und notwendig erscheinen, fehlen relevante Organisationen, die diese Einsicht professionell dokumentieren.

  • Eine große Mitgliederbasis dokumentiert die Ernsthaftigkeit unseres Anliegens und trägt dazu bei, als Gesprächspartner akzeptiert zu werden.
  • Die Zahl der Mitglieder beeinflusst unmittelbar die Präsenz und das Gewicht in den Medien und ermöglicht wirkungsvolle Lobbyarbeit.
  • Viele Mitglieder schaffen die Basis für professionelle Strukturen und professionelle Öffentlichkeitsarbeit und unterstreichen damit die Seriosität der Geld- und Bodenreform-Bewegung.
  • Ein starker, handlungsfähiger Verband ist notwendig, um jederzeit aktive Gruppen optimal unterstützen und betreuen und gleichzeitig Prominente, Multiplikatoren und Sponsoren ihren Bedürfnissen entsprechend einbinden zu können.
  • Ein finanzstarker Verband ermöglicht es, an Instituten und Hochschulen Studien anzuregen und in Auftrag geben zu können, die sich mit der Notwendigkeit unserer Anliegen befassen.

Durch Ihre Mitgliedschaft in der INWO helfen Sie mit, wichtige gesellschaftliche Entwicklungen voranzutreiben. Auch Spenden, Ihre aktive Mitarbeit und das Einbringen von Know-how helfen uns, die gesteckten Ziele zu erreichen.


Sollten Sie sich dafür entscheiden, Mitglied zu werden, können Sie unseren Aufnahmeantrag hier ausdrucken und ausgefüllt an die INWO senden.

Fördern und spenden

Unterstützen kann man die INWO natürlich auch durch Spenden oder als förderndes Mitglied, dazu einfach den Aufnahmeantrag herunter laden und abschicken. Die Mitgliedschaft ist schon ab nur einem Euro pro Monat möglich, ab zwei Euro inklusive Abo der vierteljährlichen Zeitschrift FAIRCONOMY.

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