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FAIRCONOMY-Newsletter Nr. 46

Wenn sich der Acker vom Acker macht (Handelsblatt),
Währungspolitik muss Anreize für langfristige Anleihen schaffen (Telepolis),
Größ­te Bank Eu­ro­pas gibt nur noch Ta­schen­geld her­aus (Humane Wirtschaft),
INWO Forderungspapier „Sta­bi­le Wäh­rung dank Durch­hal­te­kos­ten“,
Buchtip Charles Ei­sen­stein: „Die Re­naissance der Mensch­heit“ (2012)

1. Interessantes aus den Medien:

Mit Wenn sich der Acker vom Acker macht griff das Han­dels­blatt am 17. Ja­nu­ar ei­nes der der drän­gends­ten Pro­ble­me die­ses Jahr­hun­derts auf - ei­nes für das die Frei­wirt­schaft mit der Bo­den­re­form seit Be­ginn des letz­ten Jahr­hun­derts zu­min­dest deut­lich mehr an Lö­sung bie­tet, als die meis­ten an­de­ren Denk­schu­len. Pri­vat kann auch je­der et­was tun, in­dem er sei­nen Fleisch­kon­sum deut­lich re­du­ziert - im Ide­al­fall auf Null, wie schon Sil­vio Ge­sell es tat.

Ne­ben Ul­li Hoe­neß, der in ei­ner Na­tür­li­chen Wirt­schafts­ord­nung noch in Frei­heit le­ben wür­de, da er oh­ne Zins­ge­win­ne auch kei­ne Steu­ern dar­auf hät­te hin­ter­zie­hen kön­nen, wa­ren Russ­land und die Ukrai­ne in den letz­ten Wo­chen ei­nes der wich­tigs­ten The­men in un­se­ren Me­dien... wo­bei die Dar­stel­lung dort sehr ein­sei­tig ist und stark von der von Prof. Dirk Löhr und Dirk Mül­ler ab­weicht.

Mit Wäh­rungs­po­li­tik muss An­rei­ze für lang­fris­ti­ge An­lei­hen schaf­fen konn­te Klaus Wil­lem­sen mal wie­der IN­WO-For­de­run­gen bei Tele­po­lis plat­zie­ren - wo­bei die es lei­der nicht ge­schafft ha­ben, die Gra­fik aus un­se­rem neu­en For­de­rungs­pa­pier (sie­he „Ak­tu­el­les“) or­dent­lich wie­der­zu­ge­ben.

Größ­te Bank Eu­ro­pas gibt nur noch Ta­schen­geld her­aus“ ti­tel­te An­dre­as Ban­ge­mann für die Hu­ma­ne Wirt­schaft am 25. Ja­nu­ar. Da 3000 bri­ti­sche Pfund (die kos­ten mo­men­tan gut 3600 EUR) wirk­lich nicht be­son­ders viel sind, zeigt dies be­son­ders ei­nes: Man soll­te sich über­le­gen, wie man sein Geld ver­wahrt bzw. an­legt und ob ei­ne be­stimm­te Bank da­zu wirk­lich der ge­eig­ne­te Stell­ver­tre­ter ist.

Das Fi­nanz­sys­tem wird in we­ni­gen Jah­ren kol­la­bie­ren“ sagt ein ame­ri­ka­ni­scher Rechts­an­walt und Ban­ker in der NZZ (am 21. Fe­bruar). Das Kän­gu­ru von Marc-Uwe Kling hat da­ge­gen so sei­ne ei­ge­ne Kri­sen­theo­rie.

Rap News
Rap News 22

Nicht nur im Finanzbereich droht Ungemach - leider, dann das ließe binnen weniger Stunden beheben, mit der Einführung von Freiland und Freigeld. Die NASA veröffentlichte jetzt eine Studie, auf dessen Basis 20 Minuten den Artikel Nasa: Heutige Gesellschaft ist so gut wie am Ende veröffentlichte (am 18. März). Wer gut Englisch kann, findet eventuell auch Gefallen an der Original-Studie oder an den Februar-Rap-News zur Energy Crisis.

Die An­stalt (im ZDF) ist zu­rück!

2. Aktuelles:

Zinsstrukturkurven
Zinss­truk­tur­kur­ven

Die IN­WO hat ein be­wusst knap­pes For­de­rungs­pa­pier mit dem Ti­tel Sta­bi­le Wäh­rung dank Durch­hal­te­kos­ten er­ar­bei­tet, mit wel­chem vor al­lem Fach­leu­te an­ge­spro­chen und von un­se­rer Idee über­zeugt wer­den sol­len.

Die von der IN­WO emp­foh­le­ne Grund­steu­er­re­form-Ini­tia­ti­ve hat ein be­acht­li­ches Pres­se-Echo aus­ge­löst.

Das be­reits von der IN­WO vor­ge­stell­te und un­ter­stütz­te Film­pro­jekt „Wer ret­tet wen?“ schrei­tet vor­an und hat sei­nen Ti­tel prä­zi­siert. Jetzt soll der ent­ste­hen­de Film „Wer Ret­tet Wen? – Die Kri­se als Ge­schäfts­mo­dell auf Kos­ten von De­mo­kra­tie und so­zia­ler Si­cher­heit“ hei­ßen. Bis Ja­nu­ar sei­en von knapp 2000 Bür­gern aus sie­ben Län­dern 117.000 € für das Film­pro­jekt zu­sam­men­ge­tra­gen wor­den. Dies sei­en dop­pelt so vie­le Men­schen wie beim Vor­gän­ger­film „Wa­ter Ma­kes Mo­ney“ - wo­hin­ge­gen Or­ga­ni­sa­tio­nen und Ge­werk­schaf­ten dies­mal nicht ein­mal ein Zehn­tel so viel bei­ge­tra­gen hät­ten, wie beim letz­ten Film...

3. Termine:

26. März, Köln, 19:30 Uhr: „Wie­viel ist ge­nug?“ Streit­ge­spräch mit Prof. Mi­chael Hüther und Prof. Ni­ko Paech.

27. März, Iser­lohn, 18 Uhr: Tie­fe­re Ur­sa­chen der Welt­fi­nanz­kri­se, AFD-In­for­ma­tions­ver­an­stal­tung zu den Eu­ro­pa­wah­len mit Prof. Bernd Senf.

28. März, Hüll­hor­st, 18:30: „Wirt­schaft oh­ne Kri­se“, Vor­trag von Prof. Wolf­gang Ber­ger.

5. April, Wup­per­tal: IN­WO-Mit­glie­der­ver­sam­m­lung 2014 in der Sil­vio-Ge­sell-Ta­gungs­stät­te, im An­schluss Vor­trag von Fried Ma­lig (Netz­werk Wachs­tums­wen­de).

5./6. April, Bad Boll: „Das Ka­pi­tal - Mit­tel der Ar­beit oder der Macht?“. Das „Se­mi­nar für frei­heit­li­che Ord­nung“ lädt zur Ta­gung u.a. mit Fritz An­dres und Eck­hard Beh­rens.

12. April, Dres­den: Ta­ges­se­mi­nar - Vor­trä­ge - Work­shop - Dis­kus­sion - Trai­ning mit Dr. Uwe Krü­ger (Dipl.-Jour­na­list), Dr. Michael Ef­ler (Bun­des­vor­stands­spre­cher des Ver­eins „Mehr De­mo­kra­tie“) und Stef­fen Hen­ke.

1. & 2. Mai, Her­decke (Ruhr): GLS-Geld­gip­fel „Von der Ener­gie­wen­de zur Geld­wen­de“ mit ei­ni­gen in der Geld­re­form­be­we­gung be­kann­ten Ge­sich­tern: Chris­tian Gel­le­ri (Chiem­gau­er), Prof. Hu­ber (Voll­geld), Sven Gie­gold (Fi­nanz- und wirt­schafts­po­li­ti­scher Spre­cher der Grü­nen-Frak­tion im EU-Par­la­ment), ...

2. bis 4. Mai, Berlin: Fair­ven­tu­re-Kon­gress.

10. Mai, Stutt­gart: INWO-Info­stand auf dem Schloss­platz: Welt­STATT­Markt im Rah­men des Stutt­gart Open Fair.

15. – 25. Mai: Blocku­py! Eu­ro­pa­wei­te de­zen­tra­le Ak­ti­ons­ta­ge - kon­kre­te Da­ten feh­len mo­men­tan noch. Im Herbst soll es wie­der ei­ne De­mo in Frank­furt ge­ben, an­läss­lich der EZB-Er­öff­nung (de­ren Ter­min noch nicht fest­steht).

31.05. - 1.06., Kiel: Kann­Was-Ju­bi­läum, un­ter an­de­rem mit Prof. Wolf­gang Ber­ger und An­dreas Ban­ge­mann.

22. Ju­ni, Bonn, 19:30: „Reich­tum und Ar­mut ge­hö­ren nicht in ei­nen ge­ord­ne­ten Staat“, Vor­trag zu Sil­vio Ge­sell und Frei­geld von Vla­do Pla­ga.

2. - 6. Sep­tem­ber, Leip­zig: „Vier­te In­ter­na­tio­na­le De­grow­th-Kon­fe­renz für öko­lo­gi­sche Nach­hal­tig­keit und so­zia­le Ge­rech­tig­keit“. Die IN­WO will hier ver­tre­ten sein.

22. No­vem­ber, Schaff­hau­sen: "Bo­den be­hal­ten, Stadt ge­stal­ten" - ei­ne öf­fent­li­che Ta­gung der NWO-Stif­tung Bel­cam­po.

Mehr lo­ka­le und ak­tua­li­sier­te Ter­mi­ne ste­hen im­mer im IN­WO-Ter­min­ka­len­der.

4. Film- und Buchtipps:

Pieter Bruegel der Ältere
Turmbau zu Babel

Charles Ei­sen­stein - Die Re­naissance der Mensch­heit (2012)

Der Ame­ri­ka­ner Charles Ei­sen­stein nimmt in sei­nem knapp 800-sei­ti­gen Werk ei­nen in­ter­essan­ten Blick­win­kel ein: die Mensch­heit ha­be sich seit der Nut­zung des Feu­ers Schritt für Schritt im­mer wei­ter von ih­rer ei­ge­nen Na­tur ent­fernt. Statt sich als Teil der Er­de und die­se als ei­nen Or­ga­nis­mus zu se­hen, sei­en wir in un­se­rer Selbst­wahr­neh­mung zu­neh­mend „ein­zeln und ge­trennt“. Doch sieht Ei­sen­stein dies nicht als ei­ne tra­gi­sche, son­dern als ei­ne na­he­zu un­ver­meid­ba­re Ent­wick­lung, in de­ren Fort­gang ei­ne neue Ver­bun­den­heit ent­ste­hen müs­se - wol­len wir nicht in der Ver­ein­ze­lung und im selbst­zer­stö­re­ri­schen Kampf ge­gen die Na­tur und ge­gen­ein­an­der zu­grun­de ge­hen. Ein Ele­ment der neu­en Ver­bun­den­heit sol­le ein neu­es Geld sein, Frei­geld (Kap. 7.2 „Ko­ope­ra­tion als Wäh­rung“) nach Sil­vio Ge­sell.

In der Hu­ma­nen Wirt­schaft ver­öf­fent­lich­te An­dre­as Ban­ge­mann letz­tes Jahr ei­nen Be­richt von ei­nem Vor­trag und Work­shop. Vie­le dem NWO-Ge­dan­ken na­he­ste­hen­de Men­schen lo­ben Ei­sen­stein und sein Buch. Dem Ge­dan­ken der Ge­schenk-Öko­no­mie ver­bun­den ist das Buch kos­ten­los kom­plett im In­ter­net ver­füg­bar - im eng­li­schen Ori­gi­nal (auch als Hör­buch), auf Deutsch und aus­zugs­wei­se in neun an­de­ren Spra­chen.

5. Das Wort zum ... Schluss:

Nach all der Wachs­tums­kri­tik in die­sem Rund­brief ab­schlie­ßend bei­spiel­haft die gän­gi­ge Po­si­tion:

„Oh­ne Wachs­tum kei­ne In­ves­ti­tio­nen, oh­ne Wachs­tum kei­ne Ar­beitsplät­ze, oh­ne Wachs­tum kei­ne Gel­der für die Bil­dung, oh­ne Wachs­tum kei­ne Hil­fe für die Schwa­chen. Und um­ge­kehrt: Mit Wachs­tum In­ves­ti­tio­nen, Ar­beitsplät­ze, Gel­der für die Bil­dung, Hil­fe für die Schwa­chen und – am wich­tigs­ten – Ver­trau­en bei den Men­schen.“
An­ge­la Mer­kel in der Re­gie­rungs­er­klä­rung 2009, zi­tiert nach Wachs­tums­zwän­ge in der Geld­wirt­schaft

Mit freundlichen Grüßen
Vla­do Pla­ga und Kol­lek­tiv