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FAIRCONOMY-Newsletter Nr. 44

1. Interessantes aus den Medien:

Son­ne­born ret­tet die Welt... vor den Tur­bu­len­zen an den Fi­nanzmärk­ten (Fol­ge 1) und an­de­ren Be­dro­hun­gen. Mit scharf­sin­ni­gem Hu­mor er­kun­det der ehe­ma­li­ge Ti­ta­nic-Che­fre­dak­teur ver­schie­de­ne Möglich­kei­ten, die Welt zu ret­ten.

Der ZDF-Film „Po­ker um deut­sche Äcker - Böden wer­den zu Spe­ku­la­ti­ons­ob­jek­ten“ il­lus­triert die Vermögens­wer­tin­fla­tion, hier des Bo­dens... und ih­re ne­ga­ti­ven Fol­gen für Land und Bevölke­rung.

Eu­po­ly von Jens Blecker ist ei­ne ak­tu­el­le Do­ku­men­ta­tion zur Eu­ro-Kri­se, die ge­le­gent­lich auch sys­tem­kri­ti­sche Stim­men zu Wort kom­men lässt. Lei­der wird viel zu häufig wie­der­holt, dass die Eu­ro-Länder zu un­gleich für ei­ne Währung sei­en (stimmt das wirk­lich?) und kaum ge­sagt, dass sich vor al­lem Res­sour­cen und Geld welt­weit zu sehr kon­zen­triert ha­ben, was sich durch die Ver­zin­sung die­ser Reichtümer im­mer wei­ter zu­spitzt. Der lan­ge Film (2 Stun­den 21 Mi­nu­ten) ist kos­ten­los kom­plett im Netz verfügbar.

Wie düster die La­ge für die Welt­wirt­schaft aus­sieht, wenn man den frei­wirt­schaft­li­chen Lösungs­an­satz nicht (aner)kennt, ver­deut­licht der Kom­men­tar Die Spe­ku­lan­ten re­gie­ren vom 22. Sep­tem­ber, ge­schrie­ben von Ul­ri­ke Herr­mann, bei der taz zu­ständig für das Fi­nanz­sys­tem.

We­gen Zu we­nig In­fla­tion (12.11., bei T-On­li­ne) wer­de die EZB laut Di­rek­to­ri­ums-Mit­glied Jörg As­mus­sen die Leit­zin­sen bei Be­darf noch wei­ter sen­ken, auch in den ne­ga­ti­ven Be­reich - für Ge­schäfts­kun­den, al­so of­fen­bar vor al­lem die Ge­schäfts­ban­ken.

Soll­te die EZB tatsäch­lich die Leit­zin­sen in den ne­ga­ti­ven Be­reich sen­ken und dann auch noch das Bar­geld ab­ge­schafft wer­den, wie die Deut­schen Wirt­schafts Nach­rich­ten be­rich­ten, wären im Geld­be­reich schon sehr güns­ti­ge Be­din­gun­gen für ein En­de der Um­ver­tei­lung von der Mas­se zu den Rei­chen ge­schaf­fen. Fehlt nur noch der Bo­den...

Die Oc­cu­py-Be­we­gung lebt... und be­freit in den USA Men­schen von 15 Mil­lio­nen Dol­lar Schul­den­last, be­rich­tet die Süddeut­sche Zei­tung un­ter der Über­schrift Ka­pi­ta­lis­mus­kri­tik am 13. No­vem­ber.

2. Aktuelles:

Die Hu­ma­ne Wirt­schaft bringt seit Sep­tem­ber eben­falls ei­nen elek­tro­ni­schen Rund­brief her­aus, Zei­tung ge­nannt.

In Nord­rhein-West­fa­len gibt es ei­ne neue, um­lauf­ge­si­cher­te Re­gio­nalwährung: Die Deil­bach­blüte. Sie ist für die Re­gion Lan­gen­berg ge­dacht und wird vor­aus­sicht­lich bald auch in der Sil­vio-Ge­sell-Ta­gungs­stätte in Wup­per­tal-Ne­vi­ges ak­zep­tiert wer­den.

Auf der Vi­deo-Sei­te der IN­WO sind zwei neue Film-Ver­wei­se hin­zu­ge­kom­men: die Vor­schau zu Er­win Wa­gen­ho­fers Al­pha­bet, der vor kur­z­em noch im Ki­no zu se­hen war und der Auf­zeich­nung ei­ner De­bat­te zwi­schen El­mar Alt­va­ter und Klaus Wil­lem­sen von 2004.

3. Termine:

23. No­vem­ber, Dort­mund: In­ter­re­li­giöser Macht-Geld-Sinn-Kon­gress im Rei­nol­di­num.

01. Fe­bruar 2014, Stutt­gart: SO­Fa-Kon­gress im Fo­rum 3 mit Vor­trägen/Work­shops von Hel­mut Rau (Geld­re­form) und Frank Boh­ner (Bo­den­re­form).

Mehr lo­ka­le und ak­tua­li­sier­te Ter­mi­ne ste­hen im­mer im IN­WO-Ter­min­ka­len­der.

4. Film- und Buchtipps:

Im Bann des Geldes
Im Bann des Gel­des

Im Un­ter­ti­tel von Im Bann des Gel­des ver­spricht Mar­kus Pührin­ger nichts ge­rin­ge­res als ei­ne „An­lei­tung zur Über­win­dung des Ka­pi­ta­li­sums“. Sei­ne Er­klärung der Ent­ste­hung des Ka­pi­tal­si­mus über­zeugt. Sei­ne schon phi­lo­so­phi­schen Be­trach­tun­gen des Ziels von Wirt­schaft sind ori­gi­nell und gründ­lich. Die kla­re Be­trach­tung des ge­genwärti­gen Kri­sen­zu­stands ist scho­nungs­los. Dass Pührin­ger, ob­wohl er sich in der Ka­pi­ta­lis­mus-Kri­tik vor al­lem auf Karl Marx be­zieht, zu­letzt als wich­tigs­te struk­tu­rel­le Ma&sz­lig;nah­me zur Über­win­dung des Ka­pi­ta­lis­mus die Einführung von Ge­sell'schem Frei­geld vor­schlägt, bei ihm Geld­steu­er ge­nannt, hebt sein Buch aus der Mas­se der Eu­ro- und Ka­pi­ta­lis­mus-Kri­sen-Li­te­ra­tur her­aus und lässt ei­ni­ge ana­ly­ti­sche Schwächen ver­zei­hen.


wei­ter­le­sen...

5. Das Wort zum ... Schluss:

Was ist aber Geld ei­gent­lich? Die Fra­ge scheint tri­vial zu sein. Bei nähe­rer Be­trach­tung mag man aber leicht ir­re wer­den.
Mar­kus Pührin­ger, „Im Bann des Gel­des“, 2013, (Sei­te 61)

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Schütze und Vlado Plaga