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FAIRCONOMY-Newsletter Nr. 42

1. Interessantes aus den Medien:

Faiconomy-Fahnen

INWO bei Blockupy Frankfurt am 1.6.

Es wird immer neue Crashs geben“ - Margrit Kennedy im Interview bei heute.de (31.05.2013).

40 Jahre Momo: eine Dokumentation mit Schwerpunkt auf Michael Endes Beschreibung unseres Geldsystems. Unter anderem mit Werner Onken und Heidemarie Schwermer. Gesendet am 30.05. bei Sat.1 Bayern.

Preis der Freiheit, ein Film von Marita Loosen-Fox (3sat, 10. Juni), stellt drei ganz verschiedene Menschen vor. Das „Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt“ und „jetzt müssen wir alle mit weniger auskommen“ der durch ökonomische Zwänge unfreien jungen Griechin nervt etwas. Aber dafür entschädigen die Überlegungen der Erziehungswissenschaftlerin Marianne Gronemeyer und vor allem die Vorstellung von Jonathan Ries, der seit zwei Jahren frei lebt: ohne Bankkonto und ohne festen Wohnsitz - momentan in einem Zelt bei der Silvio-Gesell-Tagungsstätte in Wuppertal.

Monopoly: Die Erfolgsgeschichte des berühmten Brettspiels (SZ-Magazin 15/2013) stellt recht umfassend die weniger berühmte Entstehungsgeschichte des Spiels, dessen Urfassung Landlord’s Game hieß, dar. Dirk Löhr mit Grundsteuer: zeitgemäß kommt ebenfalls im Artikel vor. Sehr systemkritisch ist das Schlusswort: „Ein Prozent gewinnt, 99 Prozent verlieren. Das ist eine Regel des Spiels, das wir Kapitalismus nennen.“

Dass man mit Monopoly nicht nur den Kapitalismus, sondern gleich auch noch Kommunismus und Freiwirtschaft erklären kann, zeigt sehr anschaulich und unterhaltsam der Informatik-Professor Wolfgang Ertel im Kurz-Vortrag Monopoly nach Silvio Gesell mit Freigeldregeln.

Ökonomie des glücklichen Lebens heißt eine dreiteilige Reihe beim Deutschlandfunk (zum Lesen und Hören):

Nur der Vier-Stunden-Tag kann uns retten - David Graeber im Freitag-Interview (11.07.). Graeber dort: „Keines der Strukturprobleme wurde seit 2008 wirklich gelöst. Stattdessen ist es der Wall Street gelungen, die Kosten auf jene abzuwälzen, die das Problem überhaupt nicht zu verantworten haben. Die Finanzindustrie hat an den Rettungsakten außerdem prächtig verdient. Politisch ein genialer Coup: Man ruiniert die Weltwirtschaft und wird auch noch dafür bezahlt.“

2. Aktuelles:

Helmut Creutz
Helmut Creutz in Wuppertal

Am 1. Ju­ni wa­ren acht IN­WO-Ak­ti­ve bei Blocku­py Frank­furt, nur we­ni­ge Me­ter hin­ter den von der Po­li­zei ein­ge­schlos­se­nen De­mons­tran­ten und von bei­den Sei­ten mit Was­ser­wer­fern be­droht. Erich Lan­ge hat ge­filmt und aus sei­nem Ma­te­rial ei­ne se­hens­wer­te 3-Mi­nu­ten-Fas­sung zu­sam­men­ge­schnit­ten.

Am 13. und 14. Juli wurde in der Silvio-Gesell-Tagungsstätte in Wuppertal der 90. Geburtstag von Helmut Creutz gefeiert. In einem eindringlichen Vortrag stellte das Geburtstagskind einige Stationen seines Lebens vor, um dann wieder zur in jahrzehntelanger Praxis geschulten präzisen Darstellung des Fehlers in unserem Geldsystem überzugehen.

Die INWO-Regionalgruppen unterscheiden sich stark bezüglich ihrer Aktivität und wie sie sich nach außen darstellen. Besonders aktiv ist die Geldreformgruppe Stuttgart, deren jeweils aktueller monatlicher Rundbrief unter INWO.de / INWO vor Ort / Stuttgart / --> aktuell zu finden ist.

Beim Zusammentreffen in Wuppertal haben Steffen Henke von Lust auf neues Geld und der INWO-Vorstand beschlossen, in Zukunft die jeweiligen Regionalgruppen / Stammtische der „anderen“ mit zu bewerben. Die technische Umsetzung in den jeweiligen Internet-Auftritten soll bald folgen.

3. Termine:

Karlsruhe, 20. und 21. Juli: INWO-Infostand beim Musik-Festival Das Fest.

Bochum und Berlin, 14. September: umFAIRteilen. In Bochum werden INWO-Vorstand und -Aktive wieder Flagge zeigen. Unterstützung dabei ist sehr willkommen!

Köln, 25. September: Postwachstumsökonomie selbst gestalten - Regiogeld. Vortrag und Diskussion mit Ralf Becker. Beginn 19.30 Uhr, in der Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b. Veranstaltet von der INWO-Regionalgruppe Köln. Eintritt: 5 Euro.

Nohn (Eifel), 26. September: Ralf Becker wiederholt die Vortrags- und Diskussionsrunde vom Vortag bei faberludens im nahe Köln gelegenen Nohn.

Fuldatal-Simmershausen (Hessen), 12. und 13. Oktober: Mündener Gespräche der Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft.

Wuppertal, 1. bis 3. November: Jahresfeier der „HUMANEN WIRTSCHAFT. Vorträge, Workshops, Gedankenaustausch mit dem Team und den Autoren der "Humanen Wirtschaft". Unter anderem mit Beiträgen von: Steffen Henke, Uwe Lübbermann, Wolfgang Reinke, Roman Huber u.v.m.

Mehr lokale und aktualisierte Termine stehen immer im INWO-Terminkalender.

4. Film- und Buchtipps:


Chistian Kreiß (2013)

5. Das Wort zum ... Schluss:

„Was ist das überhaupt für eine Wissenschaft, in der man – abgesehen von wenigen Ausnahmen – die entscheidenden Ursachen unserer wesentlichen Miseren und Zwänge nicht wahrnimmt und uns ohne gangbare Auswege in die Zukunft entlässt?“

Helmut Creutz über die „etablierte“ Wirtschaftswissenschaft, in Das Geld-Syndrom 2012, S. 7

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Schütze und Vlado Plaga