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FAIRCONOMY Newsletter Nr. 35

1. Interessantes aus den Medien:

"Das Geschäft mit dem Ackerland" heißt ein Beitrag von Alexandra Endres im Data Blog Zeit-online.

Inzwischen berichten die Medien fast schon häufig über Regionalwährungen: Einen weiteren solchen Artikel bringt der TAGESSPIEGEL am 29.04.2012 unter dem Titel "Das Geld einsperren". Mit dem Bristol Pound soll man selbst lokale Gewerbesteuern zahlen können.

In der SR2-Radiosendung "Fragen an den Autor" mit Moderator Jürgen Albers werden häufig Bücher mit Bezug zu Fragen der Geld-und Bodenordnung besprochen, so z.B. in den Folgen Genossenschaften (18.03.), Retten wir den Euro (15.04.) und Bodenrausch (06.05.). In der Folge "Wiki-Revolution" (04.03.) mit Autor Dr. Wätzold Plaum kommen unter anderem Wirtschaftsexperimente, und das "goldene Mittelalter" mit seinen vielen lokalen Währungen zur Sprache. Der Moderator erwähnt, dass ein kleiner aber aktiver Teil der Hörer Gesell-Anhänger sei, und beide Gesprächspartner signalisieren Zustimmung zu diesem, zum INWO-Reformvorschlag.

Das WDR-Fernsehen brachte im West ART Talk am 15. April 2012 die Sendung "Der Schein trügt - Macht uns Geld am Ende arm?", die hier nachgesehen werden kann.

"Draghi räumt ein: Die EZB ist machtlos" titelt die Wirtschaftswoche. Dass die EZB nicht machtlos sein müßte, kann man in der aktuellen FAIRCONOMY nachlesen, denn sie enthält den Artikel "Der Auftrag der EZB - und wie er erfüllt werden kann".(Siehe 4.)

Die Wirtschaftswoche Nr. 14 - vom 2. April 2012 liefert einen sehr umfassenden Beitrag, der unter dem Titel "Die Eine-Billion-Euro-Frage" online gelesen werden kann. Im INWO-Medienspiegel befindet sich ein Kommentar aus INWO-Sicht.

Aufschlussreich und unterhaltsam ist der weiterführende - und wesentlich kürzere - Artikel "Wie Sie an die EZB-Milliarden kommen"

Polens Notenbankchef Marek Belka hat für Griechenland einen Vorschlag, den er vom SffO haben könnte: "Griechen sollen Sonder-Euro kriegen"

2. Aktuelles:

Die derzeit in der Wählergunst hoch im Kurs stehende Piratenpartei befasst sich mit dem Geldsystem. Indizien sind zum einen die Arbeitsgruppe Geldordnung und Finanzpolitik und ein Antrag zum Bundesparteitag 2012. Das sollte für Geldreformer Grund genug sein, den Prozess zu verfolgen und sich thematisch einzubringen.

„Schulden“, „Landnahme“ und „Eigentum“ – die mit diesen Begriffen verbundenen Kämpfe und Debatten werden angesichts globaler Finanz- und Wirtschaftskrise, der Ernährungs-, Klima/Umweltkrisen, der Energie- und Ressourcenkrisen erbittert weiter und auch neu geführt. Mit diesen Worten laden einige Aktive des Sozialforums in Deutschland zur Mitarbeit mit Hinblick auf ein Expertengespräch zur Europäischen Union am 2.-4.11.2012, einen internationalen Workshop der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu Fragen der politischen und ökologischen Ökonomie am 30.11.-2.12.2012, eine gemeinsame Veranstaltung mit EJOs (Environmental Justice Organisations) und anderen am Thema Interessierten während des nächsten Weltsozialforums im November 2013 ein. Kontakt: dellheim(at)rosalux.de

Im Vorfeld der Jahrestagung des "Vereins für Socialpolitik" vom 09. bis 12.09.2012 in Göttingen sind einige Aktive der „Real World Economics“ und der kritischen Wirtschaftswissenschaftler dabei, einen offenen Brief zu schreiben. Sie bitten dafür um Unterstützung. Näheres erfahren Sie hier und da.

In eigener Sache: Für den Terminhinweis auf den Kongress in Salzburg wurden wir, die Autoren des Newsletters, aus den eigenen Reihen abgemahnt. Und das zu Recht. Zu dem Kongress waren viele Referenten geladen, die dem Ansehen der Freiwirtschaft nicht guttun, denn sie transportieren zum Teil rechtsgerichtete bzw. esotherische Anschauungen. Wir werden in Zukunft besser recherchieren, bevor wir etwas in unseren Newsletter aufnehmen.

3. Termine:

  • Donnerstag, 17.Mai, bis Sonntag, 20.Mai 2012, Wuppertal, SGT: GesellSchafftKunst Neben ausgezeichneten Vorträgen wird es den Startschuss zu unserem Kunstprojekt geben, das wir "GesellSchafftKunst" genannt haben. Inspiriert durch das Werk Gesells haben wir uns überlegt, welche begrifflichen Anstöße man wohl an Künstler senden kann, damit diese eine Verbindung zwischen Kunst und der "Natürlichen Wirtschaftsordnung" umsetzen können. ... (Andreas Bangemann)
  • Samstag, 19.Mai 2012: Blockupy Frankfurt
    Die INWO wird mit mindestens vier Leuten und mit ihren Fahnen dort vertreten sein.
  • Samstag, 09.Juni 2012, Arena Leipzig: Lust auf neues Geld
    Im INWO-Shop gibt es Karten zum ermäßigten Preis von 39 EUR.
  • Freitag, 08.Juni, bis Samstag, 09.Juni 2012, Berlin: DGB-"Transformationskongress" Der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Deutsche Naturschutzring und Einrichtungen der Evangelischen Kirche in Deutschland veranstalten einen Kongress zu den politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen unserer Zeit.
  • Freitag, 15. März, bis Samstag, 16.März 2013, Essen: Der Crash kommt … immer wieder!
    Geldtagung unter der Fragestellung: Kann eine Veränderung der Geldordnung ein wachstums- und verteilungsneutrales Geld ermöglichen?
    An der Planung interessierte wenden sich an: Klaus.Willemsen(at)INWO.de
  • Sonntag, 17. März 2013, Essen: INWO-Mitgliederversammlung
    Geplant ist, die nächste INWO-Mitgliederversammlung im Anschluss an die Geld-Tagung stattfinden zu lassen.

4. Film- und Buchtipps:

Empfehlenswert ist die neue FAIRCONOMY-Ausgabe. - Nichtmitglieder der INWO sollten sich mal ein Heft zum Kennenlernen bestellen, ebenso wie alle Nichtbezieher der "Zeitschrift für Sozialökonomie" die letzte Doppelausgabe Nr. 172/173, alleine schon wegen der Besprechung des Hörmann-Buches durch Werner Onken! (Helmut Creutz).
Die neue FAIRCONOMY ist online lesbar. Sie gibt es jetzt übrigens auch im „Sonderangebot für Politiker“. Machen Sie mit! Bestellen Sie im INWO-Shop für 5 Euro (zzgl. 3,50 Euro Versandkosten) 5 Hefte dieser Ausgabe und senden Sie sie an Ihre Bundestagsabgeordneten, Ihre Bankvorstände oder Ihnen bekannte Ökonomen.

5. Das Wort zum ... Schluss:

„Die Entwicklung ist die Realisation der Utopie.“ (Oscar Wilde)

 

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Schütze und Vlado Plaga