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FAIRCONOMY Newsletter Nr. 34

1. Interessantes aus den Medien:

Offenbar wird Gesells Geldreformvorschlag innerhalb der US-Notenbank FED derzeit ernsthaft in Erwägung gezogen. Hierüber berichtet die „Baseler Zeitung“ in ihrer Ausgabe vom 3. Februar 2012.

Expressgeld statt Euroaustritt: Wirtschaftsaufschwung in den Krisenstaaten durch umlaufbeschleunigtes und abflussgebremstes Regiogeld! Siehe www.eurorettung.org

In der ARD-Sendung "Monitor" kam letzten Donnerstag ein sehr guter Bericht, für den die Redaktion hat ausrechnen lassen, was Deutschland tatsächlich schon für Griechenland gezahlt hat (15,2 Milliarden €) und wie groß die Zinsersparnis Deutschlands durch die vergleichsweise gute Wirtschaftslage bisher ist ("bei konservativster Berechnung... 45 Milliarden Euro"). Die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses des Bundestags, die dazu befragt wurden, hatten nicht mal eine Ahnung von den Größenordnungen.

Die "sozialistische Tageszeitung" neues deutschland veröffentlichte einen wohlwollenden Artikel zum Silvio-Gesell-Jubiläumsjahr von Rolf Höller. Kleine Missverständnisse korrigiert Klaus Willemsen in seinem Medienkommentar.

Ebenfalls ein Autor, der sich Gesell unvoreingenommen nähert, ist Dr. Gero Jenner. In seinem Artikel auf den Cashkurs-Seiten von Dirk Müller widmet er sich in vereinfachender Sicht Gesells Geldreform. Trotzdem er zu der Erkenntnis kommt: „Die Ersetzung des geltenden Zinssystems durch eine Geldordnung, die einen Negativzins auf gehortetes Geld erhebt, wäre ein bedeutsamer Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit.“, blieben ihm doch offensichtlich – durch die Reduzierung auf die Geldreform - wesentliche Einsichten verborgen.

2. Aktuelles:

Die Bundeskanzlerin möchte mit dem Volk in den „Dialog über Deutschland“ kommen. Die Kampagne läuft insgesamt bis September 2012. „Ziel des Zukunftsdialogs ist es, eine gesamtgesellschaftliche Diskussion über die nahe Zukunft unseres Landes anzuregen und konkrete Handlungsvorschläge und Denkanstöße für die politische Arbeit zu gewinnen.“ Gerhardus Lang hat seinen Vorschlag „Die Umlaufsicherung des Geldes“ platzieren können. Sie können diesen Vorschlag unterstützen, indem Sie bis 15.April 2012 hier Ihre Stimme für ihn abgeben.

Auf dem Vertiefungsseminar vom 27. - 29.01. trafen sich in Wuppertal INWO-Mitglieder, um sich fachliches Input zu holen (Vortrag von Dirk Löhr) und an den INWO-Veröffentlichungen FAQ auf www.inwo.de und dem INWO-Positionspapier "Die Hausaufgaben der Europäischen Zentralbank" weiterzuarbeiten.

Die INWO-Homepage wird weiter Schritt für Schritt überarbeitet:

  • Es gibt nun den Bereich „Boden & Ressourcen“ mit dem Text „Wem gehört die Erde, wem die Atmosphäre?“ von Fritz Andres.

  • Die „Fragen an die INWO“ (FAQ) wurden aktualisiert.

  • Der „Umverteilungsrechner“ von Vlado Plaga, mit dem die Auswirkungen verschiedener Vermögensverteilungen und Zinssätze simuliert werden können, ist jetzt auf der Homepage eingebunden

Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG) schreibt den 6. Generationengerechtigkeits-Preis in Höhe von insgesamt 10.000 € aus. Thema: „Die Schuldenbremse in Deutschland – Evaluation im nationalen und internationalen Kontext“ Einsendeschluss ist der 01.06.2012.Weitere Information unter: www.generationengerechtigkeit.de

Klaus Willemsen testet Kurzvorträge in gymnasialen Oberstufen. Wer an der Entwicklung einer Präsentation für Schulmaterial mitarbeiten möchte, kann sich an ihn wenden: klaus.willemsen@inwo.de

3. Termine:

  • Samstag, 24. März 2012: Mitgliederversammlung der INWO in Frankfurt am Main
  • Freitag, 16. März bis Sonntag, 18. März 2012: 50. Mündener Gespräche Aus Anlass des 150. Geburtstags des Sozialreformers Silvio Gesell geht es hauptsächlich um ihn und sein Werk. Näheres unter: www.muendener-gespraeche.de.
  • Samstag, 31.März 2012: "Raus aus der Finanzsackgasse, neue Wege für die Gesellschaftsordnung!" Großveranstaltung zum Thema Geld im Salzburg Congress. Näheres auf der Homepage www.top-info-forum.com.

4. Film- und Buchtipps:

"Occupy Money" von Margit Kennedy
ist die ideale Einstiegslektüre zur ernsthaften Beschäftigung mit unserem Geldsystem. Klar, knapp und schlüssig werden die Fehlentwicklungen unseres jetzigen Geldsystems aufgezeigt. Anschauliche und treffende Grafiken, zum Beispiel zur Entwicklung von Geldvermögen und Schulden in Deutschland, ermöglichen es Kennedy, die grundsätzliche Fehlerhaftigkeit unseres Geldsystems in nur 20 Buchseiten abzuhandeln. Die restlichen 55 Seiten stehen damit für die Vorstellung von vielfältigen Wegen aus der Geldkrise zur Verfügung.

Das Buch kann im INWO-Shop bestellt werden.

5. Das Wort zum ... Schluss:

„Was alle angeht, können nur alle lösen.“ (Friedrich Dürrenmatt, 1921-1990)

 

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Schütze und Vlado Plaga