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FAIRCONOMY Newsletter Nr. 33

1. Interessantes aus den Medien:

„Negative Rückkoppelungsprozesse durch umfassende Sparprogramme“ werden nun laut NZZ-Artikel Diskussionen um die Lösbarkeit der Euro-Krise nun auch von „Großanlegern“ und „Marktkommentatoren“ erkannt. Erfreulicherweise hat die NZZ-Redaktion einen Leserkommentar von Klaus Willemsen freigeschaltet, in dem er den INWO-Lösungsvorschlag kurz anreißt und auf die INWO-Homepage verweist. Solche Verweise, gerne auf einzelne Artikel oder FAQ-Einträge, sind generell ein gutes Mittel, um die INWO-Inhalte in die öffentliche Diskussion zu bringen.

„Das Kriterium für gutes Regieren lautet: Wie reagieren die Märkte?“ In seinem lesenswerten TAZ-Kommentar Kalter Putsch der Experten zeigt Oliver Nachtwey die Verflechtungen von europäischen Regierungen und globalen Banken auf und zieht Parallelen zur untergegangenen Weimarer Republik.

Die SÜDWEST PRESSE stellt online das der INWO thematisch sehr naheliegende Seminar für freiheitliche Ordnung (SFFO) mit seiner Botschaft an Europa vor.

Am 20.12.2011 bringt der DEUTSCHLANDFUNK einen Beitrag zu den aktuellen Inflationsgefahren, der unter dem Link im Netz nachgelesen oder nachgehört werden kann.

Auf WDR5 konnte Andreas Bangemann im „Tagesgespräch“ am 07.12.2011 seinen Anruf platzieren und mit Sven Giegold im Studio diskutieren. Die ganze Sendung ist leider nicht mehr online, der Ausschnitt mit seinem nachahmenswerten Anruf steht jedoch zur Verfügung.

Die ZEIT druckt am 17.11.2011 einen Artikel, der zunächst vermuten lässt, dass die Ziele der INWO in der Schweiz schon verwirklicht sind: Der Schuldner Staat bekommt Geld von den Gläubigern, statt er Zinsen zahlt. Die Lektüre bringt ans Licht, dass auch mit dem herkömmlichen Geldsystem Nullzinsen und sogar darunter erreichbar sind – allerdings nur unter der Bedingung, dass es im Ausland genug kriselt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Meldung der FTD vom 09.01.2012, nach der auch Deutschland inzwischen zu den „Glücklichen“ gehört, die für Staatsanleihen sehr geringe Zinsen zahlen, mitunter negative. Einen Kommentar zu diesem Artikel von Klaus Willemsen – und weitere Kommentare – zum Weiterempfehlen finden Sie im INWO-Medienspiegel.

2. Aktuelles:

15.12.2011: ICT for a global sustainable future, Paradiso foudation / Club of Rome, Brüssel

Prof. Dirk Löhr sprach im Rahmen der Konferenz über „Money, interest and growth“ (Geld, Zins und Wachstum) und brachte damit die freiwirtschaftliche Sicht auf die Wachstumsproblematik zur Sprache. Bemerkenswert ist, dass von den Organisatoren (v.a. Herrn Roland Burger) Wert auf die Einbringung der freiwirtschaftlichen Perspektive gelegt wurde. Nachzulesen sind die Argumente in einem jüngst erschienenen Beitrag von Dirk Löhr in der „Ecological Economics“: The Euthanasia of the Rentier – A way toward a Steady State Economy?

2./3.12.2011: Erfurter Hochschultage, Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit

Zusammen mit Prof. Radermacher (Global Marshall Plan) hielt Dirk Löhr am 2.12.2011 im Audi-Max den Einführungsvortrag für die Erfurter Hochschultage über „Nachhaltigkeit, Vorrechte und die Institutionen des Kapitalismus“. Dirk Löhr machte deutlich, dass die Möglichkeit, monopolartige Renditen zu vereinnahmen und gleichzeitig Systemblockaden zu verursachen („Hortung“) einer ganzen Reihe von Wirtschaftsgütern und Einrichtungen anhaften: Geld, Boden, Patenten, Netzinfrastruktur etc. Die monopolartigen Renditen kommen dabei regelmäßig gut organisierten Gruppen zugute, die entsprechenden Einfluss auf den Staat nehmen. Die Kosten werden regelmäßig auf schlecht organisierte Gruppen oder die Gemeinschaft abgewälzt. Die Gegenmaßnahmen dürfen nicht beim Geldwesen stehenbleiben, sondern sind umfassender Natur (Staat, Gesellschaftsrecht, Eigentumsordnung etc.). Der freiwirtschaftliche Ansatz ist insoweit sehr weitreichend und bislang unzureichend ausgeschöpft. Am 3.12. leitete Dirk Löhr im Rahmen der Erfurter Hochschultage noch einen Workshop über Land Grabbing. In der vom Ökosozialen Forum unterstützten und von Studierendeninitiativen durchgeführten Veranstaltung ergab sich eine lebhafte, pluralistische und tolerante Diskussion um unterschiedliche Wege zu einer nachhaltigeren Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft.

Piratenpartei-Treffen in Hamburg

Am Samstag; dem 10. Dezember, fand in der Geschäftsstelle der Hamburger Piratenpartei ein FAIRCONOMY-Tagesseminar statt. 13 interessierte Teilnehmer/-innen diskutierten mit Klaus Willemsen über die Notwendigkeit und die Chancen einer Umlaufgebühr. Der Kontakt soll auf jeden Fall vertieft werden.

 

INWO-Homepage

Neu auf der INWO-Homepage ist jetzt der Standpunkt 4, der zum Verteilen auf Demonstrationen über den INWO-Shop kostenlos bestellt werden kann – ebenso wie der aktualisierte Basis-Flyer.

INWO-Shop auf der INWO-Homepage: Die Wartungsarbeiten am INWO-Shop neigen sich dem Ende. 2010 wurde die INWO-Homepage überarbeitet und bei einem anderen Anbieter mit anderer Technik neu aufgesetzt – der damalige Shop fiel dem Umstand zum Opfer. Als Übergangslösung wurde ein Shop bei einem externen Anbieter genutzt. Leider erlag dieser etlichen Hacker-Angriffen. Unser Administrator Martin Welch hat nun einen eigenen Shop in unsere Homepage eingebaut. Aktuell werden die Produkte von Peter und Erich Lange wieder in den Shop eingestellt. Am 15. Januar sind wir mit dem Shop wieder online.

3. Termine:

Freitag, 27. Januar, bis Sonntag, 29. Januar 2012: INWO Vertiefungsseminar

Silvio-Gesell Tagungsstätte in Wuppertal, Referenten sind Prof. Dirk Löhr und Klaus Willemsen

Bearbeitet werden technische Fragen der Geldumlaufsicherung und Geldmengensteuerung sowie politische und gesellschaftliche Fragen zur Bewerbung und Umsetzung der INWO Forderungen. Es sind noch Plätze frei. Wer teilnehmen möchte, erhält weitere Informationen bei Klaus.Willemsen@INWO.de (Tel.: 0211 - 30 41 05).

Freitag, 3. Februar 2012, 19 Uhr, Klaus Willemsen: "Die Währung ist stabil und sicher - oder nicht?“

Vortrag in Bad Hersfeld beim Verein "Belebe", Stadthalle (Kurpark) Raum 1. Für eine kleine Einführung siehe Das Leid der Argentinier mahnt uns und weitere Kommentare auf INWO.de.

Freitag, 10. Februar, bis Sonntag, 12. Februar 2012: "Geld, Finanzmärkte, Europas Zukunft: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit"

Tagung im Katholisch-Sozialen Institut in Bad Honnef. Das Programm bietet einen Spannungsbogen von der Praxis (Triodos) über die Politik (Sven Giegold) bis in die Wissenschaft (Christoph Deutschmann, Uta v. Winterfeld). Das legt eine breite Basis zum Verständnis der gegenwärtigen Europamisere und ermöglicht fundierte Diskussionen über zukünftige Entwicklungen und die Rolle politisch engagierter Menschen.

Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier.

10.-16. März 2012: Kongress Macht-Geld-Sinn in Köthen/Anhalt in der Villa Creutz, Friedrich-Ebert-Str.17

16.-18. März 2012: 50. Mündener Gespräche

Veranstaltungsort ist traditionell die Reinhardswaldschule in Fuldatal nahe Kassel. Aus Anlass des 150. Geburtstags von Silvio Gesell wird es um dessen sozialreformerisches Lebenswerk gehen. Nähere Informationen finden sie hier.

Samstag, 24. März 2012, Mitgliederversammlung der INWO

Sie wird an zentraler Stelle in Frankfurt stattfinden. Der genaue Ort und die Tageszeit wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Weitere Termine sind im INWO-Terminkalender enthalten.

4. Film- und Buchtipps:

Lesen Sie den Text Kurzer Abriss der Nationalökonomie, der mit dem Zitat unter 5. beginnt. Sie werden sich köstlich amüsieren.

5. Das Wort zum ... Schluss:

„Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben. Das hat mehrere Gründe, die feinsten sind die wissenschaftlichen Gründe, doch können solche durch eine Notverordnung aufgehoben werden.“

Kurt Tucholsky alias Kaspar Hauser

 

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Schütze und Vlado Plaga