• DE

FAIRCONOMY-Newsletter 81

* FAIRCONOMY-Adventskalender

* Gesell-Film

* Webinare mit dem Wissenschaftlichen Rat

FAIRCONOMY-Newsletter Nr. 81, Dezember 2021

Fairconomy-Titel
Fairconomy 2/2021 (in Arbeit)

Inhalt:

  1. Aktuelles
  2. Termine
  3. Interessantes aus Medien und Netz
  4. Film- und Buchtipps
  5. Worte... zum Schluss

1. Aktuelles

Inflation

Die Deutsche Bundesbank hält es für möglich, dass die Inflation im November auf knapp sechs Prozent steigt, nach 4,6 Prozent im Oktober. Damit beschleunigt sich die Geldentwertung nochmals. EZB-Chefin Christine Lagarde meint: „Der Anstieg der Inflation ist nicht von Dauer.“ Auch wenn die Inflationsraten wie behauptet innerhalb von 1-2 Jahren wieder auf die angestrebeten 2 Prozent sinken sollten, bleiben für Millionen von Arbeitnehmern reale Kaufkraftverluste. Wir werden uns in der nächsten Ausgabe der FAIRCONOMY (Titel siehe rechts) dem Thema Inflation (und Deflation) widmen.

Angesichts der Inflationszahlen könnte man meinen, der Mahner Jens Weidmann verlässt gerade noch rechtzeitig das Bundesbank-Schiff, das nach der Finanzkrise mit dem Tanker Europäische Zentralbank auf Kollisionskurs geraten war. Doch Weidmann hatte auch nichts Besseres zu bieten. Wir sind gespannt, wer die Nachfolge des Bundesbankchefs antreten wird!

Adventskalender
Fairconomy-Adventskalender

Fairconomy-Adventskalender

Auf INWO.de gibt es dieses Jahr einen „digitalen Adventskalender“, mit 24 ausgewählten Texten und Bildern.

Bundestagswahl

Die aus INWO-Sicht enttäuschenden Beschlüsse zur „Ampel“-Koalition auf Bundesebene kommentiert Klaus Willemsen mit Verkehrswende abgewendet; Energiegeld verhindert (26.11.).

INWO-Vorstand bestätigt

Bei der Mitgliederversammlung am 30. Oktober in Erfurt wurden Felix Fuders, Beate Bockting und Matthias Klimpel als Vorstand der INWO bestätigt. Ergänzend zu Vorstand und MV haben wir unsere Vereinsstruktur um einen Wissenschaftlichen Rat und eine organisationsunterstützende Kommission erweitert. In die Kommission wurden gewählt: Bastian Kranz, Fried Malig und Vlado Plaga. Mit ihrem wissenschaftlichen Rat stehen uns dankenswerterweise zur Seite: Dirk Löhr, Felix Fuders und Werner Onken.

2. Termine

Im Jahr 2022 setzen wir unsere Anfang dieses Jahres begonnene Webinarreihe mit einer Vorstellungsrunde unseres frisch gewählten Wissenschaftlichen Rates fort:

Freitag, 21.01.22, 19-21 Uhr, FAIRCONOMY-Webinar mit Dipl. Ökonom Werner Onken: "Von der Akkumulation zur Dezentralisierung der Wirtschaft"

Samstag, 19.02.22, 15-17 Uhr, FAIRCONOMY-Webinar mit Prof. Dr. Dirk Löhr: "Kommunale Erbbaurechte und bezahlbares Wohnen"

Samstag, 19.03.22, 15-17 Uhr, FAIRCONOMY-Webinar mit Prof. Dr. Felix Fuders: "Das Inflation-Deflation-Paradoxon"

(Anmeldungen zu den Webinaren bitte per E-Mail an: INWO@INWO.de)

10. - 12. Juni 2022, Wuppertal: FAIRCONOMY-Sommerfest in der Silvio-Gesell-Tagungsstätte.

Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Mehr lokale und aktualisierte Termine stehen manchmal im INWO-​Terminkalender.

3. Interessantes aus Netz und Medien

Das Forum Ökologische Marktwirtschaft und der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft haben einen Unternehmensappell zum Abbau klimaschädlicher Subventionen gestartet. Die INWO unterstützt dieses zutiefst dem Freiwirtschafts-Gedanken entsprechende Anliegen.

Die NZZ veröffentlicht mit Warum kann man Land besitzen? Es war doch schon immer da. (29.10.21) von Reto U. Schneider einen reich bebilderten, lesens- und nachdenkenswerten Artikel über die Bodenproblematik. Der Schwerpunkt liegt hier auf den Problemen und ihrer Entstehung, nicht auf der Lösung. Die Single Tax von Henry George, Besteuerung alleine des Bodens nach Bodenwert, ist am Ende, quasi als Hinweis für das Weiterdenken, immerhin erwähnt.

Mit Der Boden muss gerecht besteuert werden liefert Dirk Löhr der Süddeutschen Zeitung einen Gastbeitrag (30.10.21) zu den unterschiedlichen neuen Grundsteuermodellen vor allem von Baden-Württemberg (Bodenwertsteuer) und Bayern (wert-unabhängige reine Flächensteuer).

Abermals machen die „Verbraucherschützer“ ihrem Namen keine Ehre: „Landgericht Berlin untersagt Verwahrentgelte auf Giro- und Tagesgeldkonten. vzbv klagt erfolgreich gegen Negativzinsen der Sparda-Bank Berlin“, sieht sich der Verbraucherzentrale Bundesverband durch ein aktuelles Urteil in seiner Einschätzung bestätigt, dass Kreditinstitute für Einlagen auf Tagesgeld- und Girokonten keine Negativzinsen berechnen dürften. Die beklagte Sparda-Bank Berlin, die zu den größeren Genossenschaftsbanken gehört, sieht das berechtigterweise anders und kündigte an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. Das Urteil des Landgerichts Berlin weicht von bisherigen Urteilen ab, welche Verwahrentgelte grundsätzlich zulassen, wie etwa die Entscheidung des Landgerichts Leipzig (wir berichteten im letzten Newsletter).

Wie die Steuerzahler, die weitgehend deckungsgleich mit den Verbrauchern sind, durch die Negativzinsen der EZB entlastet werden, zeigt eine Meldung aus der Frankfurter Allgemeinen, vom 13. September: Wegen Negativzinsen: Bund verdient Milliarden mit seinen Schulden.

Unbalanced-Plakat

4. Film- und Buchtipps

Desequilibrados / Unbalanced

Ein argentinischer Film (2021) des Regisseurs Juan Baldana über einen von Silvio Gesell beziehungsweise der Natürlichen Wirtschaftsordnung besessenen 40jährigen Rechtsanwalt aus Buenos Aires zu Beginn der Covid-19-Pandemie. Im Laufe des nächsten Jahres wird der Film sicherlich auf die ein oder andere Weise in Europa anzusehen sein. Bis dahin gibt es von der Humanen Wirtschaft eine Film-Vorschau mit deutschen Untertiteln.

Das Wunder von Wörgl

Passend zur Weihnachtszeit gibt es den sehr sehenswerten Film (2020) zum erfolgreichen Freigeld-Experiment von Wörgl jetzt als „Mediabook“ (DVD + 12-seitiges Booklet) zu kaufen.

Titel „Weder Hütten noch Paläste“

Weder Hütten noch Paläste

Das Kultbuch von Günther Moewes wurde neu aufgelegt. Moewes hat hier ein engagiertes Plädoyer gegen die unablässige Vernichtung unserer Lebensgrundlagen geschrieben – und zugleich für eine Vermeidungsgesellschaft, in der eine ökologische Architektur überhaupt erst Sinn macht. Das 1995 erstmals aufgelegte Buch wurde schnell zu einem Kultbuch für Architektur und Ökologie. Aufgrund der auch heute noch herausragenden Bedeutung des seit Langem vergriffenen Buches wurde bei der jetzigen Neuausgabe die Originalfassung nicht überarbeitet, damit deutlich wird, wie wenig von den Erkenntnissen bis heute tatsächlich umgesetzt wurde. Angesichts der von Günther Moewes schon damals überzeugend formulierten Kritik am energiefressenden Neubau kann man kaum glauben, dass in den letzten Jahren verstärkt die Parole „Bauen! Bauen! Bauen!“ ausgegeben wurde.

Das Buch ist versandkostenfrei beim nomen Verlag, Frankfurt am Main, und im Buchhandel sowie auch als E-Book erhältlich.
ISBN 978-3-939816-78-2 / Klappenbroschur / 240 Seiten Text + 24 Seiten Abbildungen / VK: 20,00 Euro

5. Worte... zum Schluss

„Ich würde schon sagen, dass die Corona-Krise so etwas wie der letzte Sargnagel für den Neoliberalismus ist.“
DIW-Chef Marcel Fratzscher

Mit freundlichen Grüßen
Beate Bockting und Vlado Plaga