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FAIRCONOMY-Newsletter 70

Wunder-von-Wörg-Film

INWO-Öffentlichkeitsarbeit

Silvio Gesell von EZB-Vorstand gelobt.

Inhalt:

  1. Aktuelles
  2. Termine
  3. Interessantes aus Medien und Netz
  4. Film- und Buchtipps

 

1. Aktuelles

Der im letzten Newsletter und in der Dezember-2018-Fairconomy vorgestellte Spielfilm „Das Wunder von Wörgl“, über den wohl größten Praxiseinsatz von Gesell'schem Freigeld in der jüngeren Geschichte, wird am Dienstag den 23. April um 22 Uhr zum ersten mal in Deutschland im Fernsehen gezeigt - und wird damit auch ohne Umstände aus Deutschland in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks abrufbahr sein. Leider soll der Film nur für eine Woche dort verfügbar sein (aber mit MediathekViewWeb lässt er sich ganz einfach innerhalb dieser Woche zum späteren ansehen auf dem lokalen Computer speichern). Im Anschluss an den Spielfilm folgt die Dokumentation Der Geldmacher mit Interviews zum historischen Experiment.

Passend zur Dank der Fridays for Future-Proteste wieder mehr Aufmerksamkeit erhaltenden Klima-Debatte stellt Klaus Willemsen in der aktuellen Fairconomy den in der Schweiz bereits teilweise umgesetzten Ansatz der CO2-Besteuerung inklusive Pro-Kopf-Rückverteilung vor, mit der klimaschädigendes Verhalten teuerer wird, ohne dass ärmere Menschen dadurch belastet würden (so sie sich nicht überdurchschnittlich klimaschädigend verhalten, was typischerweise eher auf reichere Vielflieger und SUV-Fahrer zutreffen dürften).

INWO-Vorsitzende Beate Bockting konnte mit Gegen den Flächenfraß wieder einen Kommentar zur Bodenwertsteuer in der FR veröffentlichen.

INWO-Mitglied Prof. Dirk Löhr hielt im Dezember 2018 einen Vortrag mit dem Titel Die Explosion der Mieten stoppen.- Geht das ohne Eingriffe ins Bodenrecht? bei der Initiative Neue Geldordnung in Frankfurt, von dem es jetzt auch eine Video-Aufzeichung gibt.

2. Termine

Drei Termine der Seminarreihe Wirtschaft & Gesellschaft in der Silvio-Gesell-Tagungsstätte Wuppertal:

  • 25. / 26. Mai 2019: Das Geld im Kreislauf der Wirtschaft
  • 20. / 21. Juli 2019: Auswirkungen einer Geldreform im Sinne Silvio Gesells
  • 07. / 08. September 2019: Die Zukunft der Unternehmensverfassung

11. - 13. Oktober, Wuppertal, SGT: 2. Ver­netzungs­tref­fen der Frei­wirt­schaft.

Irr­tü­mer und Än­de­run­gen vor­be­hal­ten. Mehr lo­ka­le und ak­tua­li­sier­te Ter­mi­ne ste­hen im­mer im IN­WO-​Ter­min­ka­len­der.

3. Interessantes aus Netz und Medien

Auf Telepolis (06.04.) und in der FR (11.04.) erschien unter verschiedenen Titeln anlässlich des 100-jährigen Jubiläums seiner Zeit als Volksbeauftragter für Finanzen das weitgehend gleiche Porträt Silvio Gesells von Ralf Höller (oder Holler). Unterschiede der beiden Fassungen können redaktionell bedingt sein und haben insbesondere bei Telepolis zu mindestens einem größeren Fehler geführt: negative Sparzinsen hat Gesell nun wirklich nicht angestrebt, sondern im Gegenteil eine stabile Währung.

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hat dem Deutschlandfunk Kultur ein Interview zur Bodenwertsteuer, die er befürwortet, gegeben.

Benoît Cœuré, Vorstandsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), hat in einem Interview mit Risques, dem Organ der Fédération française de l'assurance, Silvio Gesell lobend erwähnt: „Es ist auch eine Gelegenheit, die verschwundenen Strömungen des monetären Denkens zu rehabilitieren. Die Debatten über negative Zinssätze boten zum Beispiel die Gelegenheit, Silvio Gesells Arbeit und seine Theorie der Banknotenpufferung, die zu theoretischen Kuriositäten geworden waren und wieder an Bedeutung gewinnen, zu überprüfen.“ Es gibt auch eine englische Übersetzung des Interviews, bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich.

4. Film- und Buchtipps

Der eingangs angekündigte Film Das Wunder von Wörgl hat nicht nur eine für Geldreformer spannende Thematik, sondern er gewann auch den Titel „Bester TV-Film“ des Österreichischen Film- und Fernsehpreis ROMY 2019.

Mit freund­li­chen Grüßen

Vla­do Pla­ga und Mit­strei­ter