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Fehlentwicklungen einer Zinswirtschaft - Ein Ausflug durch das Ausgeblendete | Teil 3

Teil 3 der umfangreicheren, dennoch knapp, interessant und allgemein verständlich geschriebenen Einführung mit Literaturverweisen und Anmerkungen am Ende des Textes.

Teil 1

Teil 2

 

21 Der blinde Fleck

Es drängt sich eine weitere Frage auf, die bisher unberührt geblieben ist. Warum werden die hier angerissenen

Vorschläge zu einer Geld- und Bodenreform nicht vehement öffentlich diskutiert (geschweige denn

verwirklicht), wo doch der Ansatz so brauchbar aussieht? Anscheinend befindet sich das gesamte Thema in

einem blinden Fleck unserer Wahrnehmung. Dieser blinde Fleck stabilisiert sich selbst. Es gibt da einen sehr

schönen Versuch zur Wahrnehmungsfähigkeit:

Einigen Versuchspersonen (hier: Studenten) werden mehrere Bilder mit zum Teil verschieden langen Linien

gezeigt, aus denen sie die gleich langen Linien auswählen sollen. Das ist sehr einfach und sieht nach einem

sehr langweiligen Versuch aus. Die Antworten sind immer einstimmig. Plötzlich wird einer der Studenten sehr

unruhig, da seine Meinung über die Länge der Linien von der Meinung aller anderen Versuchspersonen

abweicht. "Was er nämlich nicht weiß, ist, daß Asch (der Versuchsleiter, d. V.) alle übrigen Studenten vor

dem Experiment sorgfältig instruierte, von einem bestimmten Punkt an einstimmig dieselbe falsche Antwort zu

geben. Er ist somit die einzige wirkliche Versuchsperson und befindet sich in einer höchst ungewöhnlichen und

beunruhigenden Lage: Entweder muß er der nonchalant und einstimmig abgegebenen Meinung der anderen

widersprechen und ihnen daher in seiner Wirklichkeitsauffassung merkwürdig gestört vorkommen, oder er

muß der Evidenz seiner eigenen Wahrnehmung mißtrauen. Wie unglaublich es auch scheinen mag, verfielen

36,8% der Versuchspersonen dieser zweiten Alternative und unterwarfen sich dem ihnen selbst so

offensichtlich falschen Urteil der Gruppe."98 Aber auch die Studenten, die Ihre eigene Ansicht vertreten

konnten, litten während des Experimentes unter starker Nervosität, Angstzuständen und an erheblichen

Zweifeln bezüglich Ihrer eigenen Wahrnehmungsfähigkeit.

Diese Gefühle wird wohl so mancher nachvollziehen können, der beginnt, den freiwirtschaftlichen Ansatz in

einer "konventionellen" Atmosphäre zu vertreten. Auch andere Versuche, die Probleme zu thematisieren, wie

z.B. mit dieser Broschüre leiden unter dem blinden Fleck. Viele Leser werden bis hier hin wohl einige

Gegenargumente gesammelt haben (die sicher gesellschaftlich akzeptiert würden) und geneigt sein, die

Angelegenheit deshalb ad acta zu legen (weil sie sich einfach nicht vorstellen können, daß auch der Verfasser

dieser Broschüre sehr lange sehr viele Gegenargumente "durchgekaut" hat [die man alle widerlegen kann], bis

ihm schließlich einfach keine mehr eingefallen sind. Vielleicht sind einige Leser da kreativer, dann sollten wir

mal zusammen ein Bierchen trinken gehen).

Ein weiterer Hemmschuh liegt darin, daß der freiwirtschaftliche Ansatz ein Dilemma behandelt. Das wurde

bereits am Anfang dieses Aufsatzes bei dem "schizophrenen Geld" deutlich, welches gleichzeitig zwei sich

widersprechende Anforderungen erfüllen soll. Dort liegt der Kern des Problems! Alle weiteren Dilemmata

folgen bloß aus dieser widersprüchlichen Grundlage (z.B. die Liquiditätsengpässe (Geldmangel) bei

wachsenden Geldvermögen, das notwendige Wirtschaftswachstum bei bleibender Knappheit, Rezessionen als

Voraussetzung der Aufschwünge u.v.a.m.). Das erweckt den Anschein, als sei die Theorie widersprüchlich und

folglich unbrauchbar, obwohl sie notwendigerweise Widersprüche behandelt, die real existieren. Weit

schwerwiegender ist aber noch der Umstand, daß wir daran gewöhnt sind, Dilemmata zu verdrängen. Das ist

im alltäglichen Leben auch durchaus sinnvoll, da sich ein Dilemma ja gerade dadurch auszeichnet, daß es nicht

lösbar ist. Anders liegt der Fall, wenn wir selbst ein Dilemma installieren (beispielsweise in Form einer in sich

widersprüchlichen Währungsordnung), dessen Verdrängung auf Dauer katastrophal sein kann. Anscheinend

hatte weder die Evolution unserer neuronalen Vernetzung noch unsere kulturelle und geistesgeschichtliche

Entwicklung bisher genug Zeit, um auf derartige Gefahren adäquat zu reagieren.

Andererseits ist die Verdrängung dieses Ansatzes auch wieder kein großes Wunder, da radikal mit vielen

unserer modernen Ideologien und Mythen gebrochen wird. "Ideologie ist auf kollektiver Ebene das, was in der

Psychologie des Individuums "Rationalisierung" genannt wird: Man legt sich gute Verstandesgründe zurecht,

um von der emotionalen Realität abzulenken, um eine Haltung oder ein Handeln zu rechtfertigen, das vor der

Wirklichkeit des anderen Menschen oder des eigenen Selbst flieht. ... Zum vollen Begriff der psychologischen

Rationalisierung gehört jedoch, daß dem Betreffenden seine wahren Gründe selbst verborgen bleiben: er macht

sich selbst etwas vor. Rationalisierung ist eine Form der psychologischen Abwehr: Scheu vor der Aufdeckung

der wahren Motive, um sich nicht ändern zu müssen. ... Vorzüglich eignen sich hohe und komplizierte

Theorien zur Rechtfertigung einer bestehenden Praxis, wenn es gelingt, durch sie von den tatsächlichen

Verhältnissen und Problemen abzulenken (theoretische Ideologie oder Ablenkungsideologie). Der Unterschied

zwischen beiden Formen (theoretische und praktische Ideologie, d. V.) liegt nur im höheren Aufwand von

Theorie und hehren Bildungsgütern, mit dem die Ablenkungsideologie arbeitet, damit die zu rechtfertigenden

Verhältnisse möglichst gar nicht erst zu Bewußtsein und zur Sprache kommen. Sie sind so etwas Niederes, daß

man bei den hohen Gedankenflügen gar nicht an sie zu denken wagt. ... Eine gut funktionierende Ideologie

muß scheinbare Kinderfragen ins Vergessen abdrängen können."99

Es darf nicht darum gehen, alte Ideologien durch neue zu ersetzen. Der vorliegende Erklärungsversuch wird

hoffentlich nicht in diese Richtung mißverstanden. Es ist klar, daß diese Broschüre natürlich auch den Sinn

hat, für den dargestellten Ansatz zu werben. Es ist aber genauso klar, daß es auf wenigen Seiten nicht möglich

ist, die Thematik umfassend zu beschreiben und vermutlich auch nicht, den kritischen Leser sofort zu

überzeugen. Es bleiben viel zu viele Fragen offen. Vielmehr sollte gezeigt werden, daß einige "Kinderfragen"

auch in wirtschaftlichen Belangen gestellt werden müssen und keineswegs banal sind. Die hier aufgeworfenen

Fragen haben vermutlich eine "Inkubationszeit" von mehreren Monaten oder sogar Jahren, in denen sich zeigt,

ob die Fremdkörper isoliert und ausgestoßen, sprich: vergessen, werden oder ob einige nagende Fragen

zurückbleiben, die auf eine Klärung drängen. Es ist nicht beabsichtigt zu missionieren, sondern diese nagenden

Fragen zu hinterlassen, die, wenn sie denn geklärt werden, wahrscheinlich zu erstaunlichen Antworten führen

werden. Insofern hoffe ich, daß ich einige Leser ein wenig "infizieren" konnte.

Behalten Sie bitte im Auge, daß die Dinge vergänglich sind. Unser Leben ist auch vergänglich, sogar

wissenschaftliche "Wahrheiten" erweisen sich zunehmend als vergänglich, technische Verfahrensweisen

sowieso, Tier- und Pflanzenarten, ganze Ökosysteme, Kulturen, Gebirge, Ozeane, die Erde, die ganze Welt ist

vergänglich. Und ausgerechnet unser Tauschmittel soll unvergänglich sein?

Diese Dinge sind auch alle begrenzt und unser Leben erst recht, unser Wissen ist es und unser Können, die

Kapazität der modernsten Maschinen, der Informationsgehalt von Computern und Bibliotheken, die

natürlichen Ressourcen, die Erdoberfläche, die Biosphäre, das Marktvolumen, die Lichtgeschwindigkeit, alles

hat seine Grenzen. Aber ausgerechnet unser Tauschmittel soll unbegrenzt kumulierbar sein, die Forderungen

danach (die Guthaben) sogar ohne einen Finger krumm zu machen.

Das kann doch gar nicht funktionieren!

"In einer Zeit, in der die Grenzen des Wachstums deutlicher denn je werden, müssen wir Mittel und Wege

finden, durch die das Wachstum der Grenzen ermöglicht wird"100. Wir müssen sehen, daß es nicht die

persönliche Unersättlichkeit ist, noch nicht einmal die Dummheit101, die Menschen zu solchen schwachsinnigen

Gedanken treibt, sondern die Eigendynamik unseres Geldes, die kein Wenn und Aber zuläßt.

22 Ausblick

Die Durchführung einer freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform erscheint auf absehbare Zeit (um es nett

zu formulieren:) unwahrscheinlich. Die meisten Menschen erfahren die Funktionen des Geldes fast

ausschließlich aus ihrer Abhängigkeitsposition heraus und werden den Vorschlägen, dem Stoff, von dem sie

abhängig sind, nun auch noch Kosten aufzuerlegen, nicht besonders viel Vertrauen entgegenbringen.

Eine konkrete Prognose über die weitere Entwicklung ist, wie gesagt, selbstverständlich nicht möglich. Der

Grat, auf dem wir balancieren wird dünner. Es bleibt offen, wie schnell und an welchen Stellen er das tut.

Unsere Fahrt über den Grat wird unsicher, weil zu schnell, und wir versuchen der Gefahr zu entkommen,

indem wir tiefer auf das Gaspedal treten. Die "globale Beschleunigungskrise"102 ist in vollem Gang.

Das war abzusehen. "Organisation im Großen und höhere Innovationsgeschwindigkeit haben so lange einen

Selektionsvorteil, bis praktisch alle Versuche sich als Irrtümer erweisen. Zwar wenden sich immer mehr

Intelligenz und Kreativität dem Erkennen und der Reparatur von Fehlern zu, doch muß schließlich fast jede

Problemlösung mehrere neue Probleme schaffen, die noch weiter ausgreifen und noch drängender sind, also

noch eiligerer Lösung bedürfen. So läuft die Problemerzeugung der -lösung davon, bis räumlich und zeitlich

kritische Skalen erreicht sind ... Aber natürlich geht es anders! Bald wissen es alle: Wenn "Fortschritt" und

"Wachstum" immer mehr Menschen davon abhängig macht, daß mit immer mehr Materie und Energie Schund

produziert, der rasch als Schund erkannt, weggeworfen und ständig rascher durch neuen Schund ersetzt wird,

dann ist dies der Fortschritt einer Krankheit!"103

Die Wirklichkeit zappelt im Raum der Möglichkeiten in ihren eingefahrenen Bahnen und sucht nach

"attraktiveren" Gestalten. "Attraktoren machen es der Wirklichkeit schwer, ihren Einzugsbereich zu verlassen,

wenn diese durch ihr Zappeln einmal hineingeraten sind."104 Es ist ja auch sehr naheliegend, Bewährtes erst

dann aufzugeben, wenn es sich als unbrauchbar erweist105. Dennoch treten die Funktionsdefizite des

Zinssystems immer deutlicher und rascher zu Tage. "Die Instabilität definiert selbst ihren kritischen

Zeitrahmen. Nur vor dem Aufprall kann die Umlenkung des globalen Schwungs in vielfältige lebensfähige

Strukturen gelingen"106. Es ist zu hoffen, daß sich die Erwartung Kafkas erfüllt: "Immer stärkeres Leiden an

den Widersprüchen, heftigeres Zappeln an immer heißer werdenden Reibungsstellen der Gesellschaft wird die

Mehrheit in den Einzugsbereich lebensfähiger Ideen im Raum der Möglichkeiten bringen."107

Leider ist das auch der Punkt, an dem die Affinität zu Ideologien und Scharlatanerie erfahrungsgemäß stark

zunimmt. Es muß in der jetzigen Situation vorrangig darum gehen, weiter an den Grundlagen zu arbeiten und

die Informationen weiterzugeben, Diskussionen anzuregen und zu zeigen, daß es sich bei den hier

dargestellten Vorschlägen nicht um die üblichen Heilsversprechen und Pauschallösungen handelt. Nur eine

Wende von unten wird die Nachhaltigkeit besitzen, die eine "Mutation unseres Wirtschaftssystems"108

ermöglichen kann, wenn sie bitter nötig wird.

Über den Zweck des bekannten Apfelbäumchens vor dem Weltuntergang kann man sich wohl zu Recht

streiten, aber in dieser Angelegenheit ist noch lange nicht aller Tage Abend. Es wäre nicht das erste Mal, daß

eine scheinbar verrückte, utopische, "weltverbesserische" Möglichkeit binnen Kurzem zur

Selbstverständlichkeit und zum gedanklichen Allgemeingut wird, wenn die Zeit dafür reif ist. Rückblickend

wird es dann völlig unverständlich sein, weshalb man nicht schon viel früher darauf gekommen ist.

Der Kaiser ist nackt, und jeder kann es sehen! Man darf nur nicht wegblicken.

Literatur

freiwirtschaftliche (im weiteren Sinn)

(Nicht alle hier aufgeführte Literatur ist im Buchhandel erhältlich. Sie kann aber beim DDW-Versand (s.u.)

oder bei der INWO bestellt werden.)

Burhenne, Hilmar, Das Geldspiel, Anlagen, Prognosen, Tips, Zinsen,

Aktien, Steuern, Geld, Vermögen - alternativ, Selbstverlag, Karlsruhe 1993

Creutz, Helmut, Das Geld-Syndrom, Wege zu einer krisenfreien Marktwirtschaft, Ullstein, Berlin 1997

Gesell, Silvio, Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld, Gauke, Lütjenburg 1991

(unveränderter Nachdruck d. Ausg. v. 1920)

Heinrichs, Johannes, Sprung aus dem Teufelskreis, Logik der Sozialen und Natürlichen Wirtschaftslehre,

Vita Nuova, Wien o.J.

INWO (Hrsg.), Alternative Geldmodelle, zwei Beiträge zur praktischen Umsetzung, INWO, Aurau/Schweiz

1993

INWO (Hrsg.), Zukunftsfähige Wirtschaft, Beiträge zur 4. Internationalen Tagung der INWO in Bern 1995,

INWO, Aurau/Schweiz 1995

Kafka, Peter, Gegen den Untergang, Schöpfungsprinzip und globale Beschleunigungskrise, Carl Hanser

Verlag, München 1994

Kennedy, Margrit, Geld ohne Zinsen und Inflation, ein Tauschmittel das jedem dient, Goldmann,

München 1994

Löhr, Dirk / Jenetzky, J., Neutrale Liquidität. Zur Theorie und praktischen Umsetzung, Peter Lang Verlag,

Frankfurt a. M. 1996

Onken, Werner, Natürliche Wirtschaftsordnung unter dem Hakenkreuz, Anpassung und Widerstand, Gauke,

Lütjenburg 1997

Onken, Werner, Natürliche Wirtschaftsordnung unter kommunistischer Herrschaft und nach der Wende von

1989, Gauke, Lütjenburg 1997

Onken, Werner, Modellversuche mit sozialpflichtigem Boden und Geld, Gauke, Lütjenburg 1997

Onken, Werner, Marktwirtschaft ohne Kapitalismus. Eine Übersicht über die Grundgedanken, die

ideengeschichtliche Herkunft, den derzeitigen Entwicklungsstand, über weiterführende Literatur und

Organisationen (Selbstverlag?)

Perrochet, Claud-Alain, Der Einfluß von Zins und Spekulation, in: Arbeitslosigkeit, Folge unseres

Wirtschaftssystems, INWO, Aurau/Schweiz 1996

Rams, A. / Ehrentreich, Arbeitslosigkeit - wie kann sie überwunden werden?, Gauke, Lütjenburg 1996

Rosenberger, Werner, Die Welt im Umbruch, Entwurf einer nachkapitalistischen Wirtschaftordnung,

INWO, Aurau/Schweiz 1994

Senf, Bernd, Der Nebel um das Geld. Ein AufklArungsbuch, Gauke, Lütjenburg 1996

Suhr, Dieter, Geld ohne Mehrwert, Entlastung der Marktwirtschaft von monetären Transaktionskosten,

Fritz Knapp Verlag, Frankfurt a. M. 1983

Suhr, D. / Godschalk, H., Optimale Liquidität. Eine liquiditätstheoretische Analyse und ein

kreditwirtschaftliches Wettbewerbskonzept, Fritz Knapp, Frankfurt a. M. 1986

Schwarz, Fritz, Das Experiment von Wörgl, INWO 1996 (Nachdruck der Ausg. v. 1951)

Winkler, Ernst, Vor einer Mutation unseres Wirtschaftssystems, Sozialökonomische Arbeitstexte Nr. 3,

Gauke, Lütjenburg 1994

sonstige

Deutsche Bundesbank, Finanzierungsrechnung 1990-1996, Selbstverlag der Deutschen Bundesbank

Frankfurt a. M.

Deutsche Bundesbank, Monatsbericht August 1997

Deutsche Bundesbank, Monatsbericht September 1997

Ditfurth, Jutta, Entspannt in die Barbarei, Esoterik, (Öko-) Faschismus und Biozentrismus, Konkret Literatur

Verlag, Hamburg 1996

Keynes, John-M., Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes, Duncker &

Humblot, Berlin 1994 (unveränderter Nachdruck d. Ausg. v. 1936)

Kauffman, Stuart, Der Öltropfen im Wasser, Chaos, Komplexität, Selbstorganisation in Natur und

Gesellschaft, Piper, München 1996

Niederegger, Gerhard, Das Freigeld-Syndrom. Für und Wider ein alternatives Geldsystem, Verlag f. Ethik

und Gesellschaft, Wien 1997

o. V. Zinsfrei für Deutschland, in: DER SPIEGEL 46/1997

Schmitt, Klaus, Entspannen Sie sich, Frau Ditfurth! Über das Faszinosum Menschliche Dummheit und den

Versuch, den Faschismus mit faschistischen Methoden zu bekämpfen, Oppo-Verlag, Berlin 1998

Statistisches Bundesamt, Zahlenkompaß 1997, Statistisches Taschenbuch für Deutschland, Metzler-Poeschel,

Stuttgart 1997

Statistisches Bundesamt, Fachserie 18, VGR, Reihe 3, 4. Vierteljahr 1997, Metzler-Poeschel, Stuttgart 1998

Watzlawick, Paul, Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien, Verlag Hans Huber,

Bern 1993

Watzlawick, Paul, Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wahn, Täuschung, Verstehen, Piper, München

1985

Weizsäcker, Ernst U., v., Faktor Vier. Doppelter Wohlstand - halbierter Naturverbrauch, Doemer Knaur,

München 1996

Zeitschrift für Sozialökonomie

Gauke Verlag, Postfach 1320, 24319 Lütjenburg

(Die meisten der älteren Ausgaben sind noch lieferbar.)

Braasch, Bernd, Zur Abkopplung des finanziellen Sektors von der

Realwirtschaft, in: Folge 108 März 1996

Creutz, Helmut, Gefahr für den Standort Deutschland ... Sind die

Lohnkosten zu hoch?, in: Folge 100 April '94

Creutz, Helmut, Alternative Geldsysteme - Auswege aus der fehlerhaften Geldordnung?, in: Folge 101 Juli '94

Creutz, Helmut, Warum stößt der Sozialstaat an seine Grenzen, in: Folge 115, Dez. '97

Hoffmann, Johannes, Gefährdet die Geldunordnung die soziale Marktwirtschaft und die demokratische

Grundordnung?, in: Folge 102/103 Okt. '94

Jenetzky, Johannes, Öko-Abgaben - erforderliche, aber nicht hinreichende Instrumente einer

zukunftsorientierten Wirtschaftspolitik, in: Folge 109 Juni '96

Körner, Christoph, Zur metaphysischen Rolle des Geldes in der modernen Wirtschaft, in: Folge 102/103

Okt. '94

Löhr, Dirk, Kapitalflucht, in: Folge 108 März '96

Löhr, Dirk, Determinanten der Rationalisierung des Produktionsfaktors Umwelt, in: Folge 109 Juni '96

Löhr, Dirk, Urmonopole, intertemporale soziale Kosten und nachhaltiges Wirtschaften, in: Folge 113 Juli

'97

Senf, Bernd, Zinssystem und Staatsbankrott, in: Folge 112 März '97

Der Dritte Weg

DDW Vertriebsabteilung, Rappenbergstr. 64, 91757 Treuchtlingen

(Dort auch umfangreiche Literaturliste erhältlich)

Creutz, Helmut, Zum neuen Buch von Gerhard Niederegger "Das

Freigeld-Syndrom", in: DDW September 1997

Fischbeck, Hans-Jürgen, Wirtschaft unter Wachstumszwang?, in: Sonderdruck Nr. 4, Wachstum bis die

Umwelt stirbt?, 4/1996

Hannich, Günter, Börsencrash, Deflation, Wirtschaftskrise - Der Kapitalismus am Ende?, in: DDW

Dezember '97

Hannich, Günter, Von der Asienkrise zur Weltwirtschaftskrise?, in: DDW April '98

Ibs, Carl, Zins und Wirtschaftswachstum, in: Sonderdruck Nr. 3, Der Zins im Kreuzfeuer, 3/1994

Löhr, Dirk, Zins und Wirtschaftswachstum - zu den monetären Voraussetzungen einer ökologischen

Kreislaufwirtschaft, in: Sonderdruck Nr. 4/1996

o.V. Der Neid auf eine schlüssige Theorie läßt zivilisierte Formen des Ideenwettstreites vergessen, in:

DDW Dezember '97

Organisationen

INWO

Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung e.V.

Max-Bock-Str. 55

60320 Frankfurt a. M.

Sozialwissenschaftliche Gesellschaft 1950 e.V.

Postfach 1550

37145 Northeim

Christen für gerechte Wirtschaftsordnung e.V.

Gartenstr. 28

76770 Hatzenbühl

Seminar für freiheitliche Ordnung e.V.

Badstr. 35

73087 Boll

Anmerkungen

1 Zu Geldvermögen und Schulden vgl. Deutsche Bundesbank, Finanzierungsrechnung 1990 bis 1996, S. 40.

Alle Beträge wurden hier auf volle Mrd. DM gerundet.

2 Zu Zinserträgen und -aufwendungen vgl. Deutsche Bundesbank, Monatsbericht August 1997, S. 54.

3 Vgl. Statistisches Bundesamt, Zahlenkompaß 1997, Stuttgart 1997, S. 124.

4 Gesamteinnahmen der Krankenkassen, ebenda, S. 58.

5 Veranlagte Einkommenssteuer vor Abzug der Erstattungen, ebenda, S. 125.

6 Viele weitere wichtige Zahlenangaben finden sich bei Helmut Creutz, Das Geld-Syndrom - Wege zu einer

krisenfreien Marktwirtschaft, Berlin 1997.

7 Vgl. Gerhard Niederegger, Das Freigeld-Syndrom - Für und Wider ein alternatives Geldsystem, Wien 1997,

S. 55 ff.

8 Sie werden bei der Zusammenfassung der Sektorenrechnungen gegen Null saldiert, abgesehen vom Saldo

der Zinsströme mit dem Ausland. Zu einer genaueren Betrachtung der einzelnen Größen vgl. Helmut Creutz,

Zum neuen Buch von Gerhard Niederegger, in: Der 3. Weg, Sept. 1997.

9 Die Doppelfunktion der Sichtguthaben kann hier nicht umfassend behandelt werden. Es kann aber bei dieser

groben Betrachtung belassen werden, da Sichtguthaben nichts am prinzipiellen Problem ändern und im 5.

Abschnitt ohnehin die Perspektive gewechselt wird.

10 Eine sehr verständliche Darstellung der Instrumente der Geldpolitik bietet Bernd Senf, Der Nebel um das

Geld - Ein AufklArungsbuch, Lütjenburg 1996, S. 151 ff.

11 Auch die Kassenhaltung aus dem Sicherheits- oder Spekulationsmotiv heraus setzt die Möglichkeit zur

Transaktion voraus.

12 Dieter Suhr, Geld ohne Mehrwert - Entlastung der Marktwirtschaft von monetären Transaktionskosten,

Frankfurt 1983, S. 59.

13 Zur Unterscheidung von Unsicherheit und Risiko vgl. Dirk Löhr / Johannes Jenetzky, Neutrale Liquidität -

zur Theorie und praktischen Umsetzung, Frankfurt 1996, S. 60 ff.

14 Dirk Löhr / J. Jenetzky, Neutrale Liquidität ..., a.a.O., S. 23.

15 Ebenda, S. 48 ff.

16 Zu den folgenden Absätzen vgl. John Meynard Keynes, Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses

und des Geldes, Siebente Auflage (unveränderter Nachdruck d. Ausg. v. 1936) , Berlin 1994, S. 186 ff.

17 Im folgenden werden gleiche Eigenzinssätze vorausgesetzt, da das Prinzip anderenfalls viel schwerer zu

greifen wäre.

18 Zu der Tabelle vgl. Löhr/Jenetzky, Neutrale Liquidität ..., a.a.O. Die von Löhr in dieser Weise behandelten

Vermögensgüter wurden um die Wohnung und die YZ-Fabrik erweitert. Bei der YZ-Fabrik handelt es sich um

eine Personengesellschaft oder eine Einzelunternehmung, also um eine direkte Investition in Sachkapital. Die

Höhe der Erträge und Kosten ist entsprechend willkürlich gewählt, entscheidend ist auch hier die Differenz.

Die Kosten beinhalten auch den Wareneinkauf, sofern vorhanden.

19 Um es auf die Definition zu beziehen: Grundbesitz gewährleistet über die Einnahmen (Bodenrente) einen

dauerhaft sicheren Zugang zu beliebigen Gütern, was man mit dieser Sicherheit von anderen (unsichereren)

Vermögensgegenständen nicht behaupten kann.

20 Das gilt nun auch wieder bei nicht gleichen Eigenzinssätzen.

21 Zu der gesamten Problematik der Liquidität vgl. außerdem Dieter Suhr / Hugo Godschalk, Optimale

Liquidität. Eine liquiditätstheoretische Analyse und ein kreditwirtschaftliches Wettbewerbskonzept, Frankfurt

1986.

22 Zu diesem Abschnitt vgl. Dieter Suhr, Geld ohne Mehrwert ..., a.a.O., S. 12 ff.

23 Dirk Löhr, Zins und Wirtschaftswachstum - Zu den monetären Voraussetzungen einer ökologischen

Kreislaufwirtschaft, in: Der 3. Weg, Wachstum bis die Umwelt stirbt?, Sonderdruck Nr. 4/1996.

24 Vgl. Dirk Löhr, Zins und Wirtschaftswachstum ..., a.a.O.

25 Für eine Übersicht über die gängigen Arbeitsmarkttheorien und freiwirtschaftliche Berührungspunkte vgl.

Andreas Rams / Norman Ehrentreich, Arbeitslosigkeit - wie kann sie überwunden werden?, Lütjenburg 1996.

26 Vgl. Helmut Creutz, Das Geld-Syndrom ..., a.a.O., S. 372.

27 Die Betonung liegt auf "vor allem". Zweifellos kann steigende Qualifikation auch noch andere

Auswirkungen haben.

28 Vgl. Helmut Creutz, Gefahr für den Standort Deutschland ... Sind die Lohnkosten zu hoch?, in: Zeitschrift

für Sozialökonomie, Folge 100 / 1994

29 Genau genommen müßte man vom Volkseinkommen noch die Nettoinvestitionen abziehen, da auch die über

Investitionen getragenen Zinslasten letztlich wieder in die Preise einfließen.

30 Statistisches Bundesamt, Fachserie 18, Reihe 3, 4. Vj. 1997, S. 25.

31 Helmut Creutz, Das Geldsyndrom ..., a.a.O., S. 241 f.

32 Vorausgesetzt, man ist ein "Otto-Normalbürger" mit durchschnittlicher Ausgabenverteilung.

33 Margrit Kennedy, Geld ohne Zinsen und Inflation - ein Tauschmittel das jedem dient, München 1994, S. 81.

34 Helmut Creutz, Das Geldsyndrom ..., a.a.O., S. 281 ff.

35 Margrit Kennedy, Geld ohne Zinsen ..., a.a.O., S. 28.

36 Dirk Löhr, Zins und Wirtschaftswachstum ..., a.a.O.

37 Hilmar Burhenne, Das Geldspiel. Anlagen, Prognosen, Tips, Zinsen, Aktien, Steuer, Geld, Vermögen -

alternativ, Karlsruhe (Eigenverlag) 1993, S. 12.

38 Helmut Creutz, Das Geld-Syndrom ..., a.a.O., S. 304.

39 Ebenda, S. 225.

40 Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Fachserie 18, Reihe 3, 4. Vierteljahr 1997, S. 30.

41 Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht September 1997, Statistischer Teil S. 10.

42 Eine andere theoretische Möglichkeit bestünde bei der Bereitschaft der Bundesbank, die Geldmenge

entsprechend zu vergrößern, was aber nicht der Fall sein würde, da dies ganz erhebliche inflationäre

Folgewirkungen hätte.

43 Zu einigen vergangenen Zusammenbrüchen des Zinssystems vgl. Carl Ibs, Zins und Wirtschaftswachstum,

in: Der 3. Weg, Der Zins im Kreuzfeuer, Sonderdruck Nr. 3/1994.

44 Zu diesem Abschnitt vgl. den schon mehrfach angeführten und besonders aussagekräftigen Artikel von Dirk

Löhr, Zins und Wirtschaftswachstum ..., a.a.O.

45 Der Staat macht von der Möglichkeit der Aufschuldung hingegen schon regen Gebrauch.

46 In diesem Zusammenhang vgl. Johannes Jenetzky, Öko-Abgaben - erforderliche, aber nicht hinreichende

Instrumente einer zukunftsorientieren Wirtschaftspolitik, in: Zeitschrift für Sozialökonomie, Folge 109.

47 Carl Ibs, Zins und Wirtschaftswachstum, a.a.O.

48 Hans-Jürgen Fischbeck, Wirtschaft unter Wachstumszwang?, in: Der 3. Weg, Sonderdruck Nr. 4.

49 Zu diesem Abschnitt vgl. Dirk Löhr, Urmonopole, intertemporal soziale Kosten und nachhaltiges

Wirtschaften, in: Zeitschrift für Sozialökonomie Folge 113 /97.

50 Dirk Löhr, Urmonopole, intertemporale ..., a.a.O.

51 Zu den Rahmenbedingungen vgl. Dirk Löhr / Johannes Jenetzky, Neutrale Liquidität ..., a.a.O., S. 60 ff.

52 Vgl. das Kapitel "Der Irrtum von Keynes", ebenda, S. 163 ff.

53 Ebenda, S. 69 f.. Zum Gefangenendilemma in umfangreicherem Sinne vgl. Paul Watzlawick/ J. Beavin/D.

Jackson, Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien, Stuttgart 1993, S. 209 ff.. Vgl.

außerdem Johannes Hoffmann, Gefährdet die Geldunordnung die soziale Marktwirtschaft und die

demokratische Grundordnung?, in: Zeitschr. f. Sozialökon., Folge 102.

54 Genauer gesagt, eines Tauschmittels, welches gleichzeitig als Vermögensgegenstand dienen kann, eines

"hortbaren" Geldes.

55 Zu diesem Abschnitt vgl. Christoph Körner, Zur metaphysischen Rolle des Geldes in der modernen

Wirtschaft, in: Zeitschr. f. Sozialökon., Folge 102/103.

56 Zu den Gefahren einen neuen Inflation (auch in Zusammenhang mit der Europäischen Währungsunion) vgl.

Bernd Senf, Zinssystem und Staatsbankrott, in: Zeitschrift für Sozialökonomie, Folge 112 sowie Bernd Senf,

Der Nebel um das Geld ..., a.a.O., S. 89 ff.

57 Vgl. Bernd Braasch, Zur Abkopplung des finanziellen Sektors von der Realwirtschaft, in: Zeitschr. f.

Sozialökon., Folge 108.

58 Christoph Körner, Zur metaphysischen Rolle ..., a.a.O.

59 Vgl. hierzu Helmut Creutz, Warum stößt der Sozialstaat an seine Grenzen?, in: Zeitschr. f. Sozialökon.

Folge 115.

60 Vgl. Claude-Alain Perrochet, Der Einfluß von Zins und Spekulation, in: Arbeitslosigkeit: Folge des Geld-

und Wirtschaftssystems, INWO Schweiz (Hrsg.) 1996.

61 Ebenda, S. 90.

62 Vgl. Helmut Creutz, Das Geld-Syndrom ..., a.a.O., S. 391 ff.

63 Zu diesem Abschnitt vgl. Helmut Creutz, Das Geld-Syndrom ..., a.a.O., S. 378 ff.

64 Hilmar Burhenne, Das Geldspiel ..., a.a.O., S. 12.

65 In der Tat ist die hier gezogene Grenze zwischen "Rezession" und ,"großer Krise" willkürlich. Dieser

Abschnitt soll jedoch verdeutlichen, daß sich das Krisenpotential der Zinswirtschaft noch längst nicht erschöpft

hat.

66 Man denke z.B. an die gegenwärtige Asienkrise, die in einigen Regionen schon zu erheblichen

Versorgungsengpässen geführt hat. Vgl. Günter Hannich, Von der Asienkrise zur Weltwirtschafts-krise, in:

Der 3. Weg, April 1998.

67 So befürchtet Bernd Senf eine neue Inflation (vgl. Zinssystem und Staatsbankrott, a.a.O.), wohingegen

Günter Haninch die Gefahr einer Deflation unterstreicht (vgl. Börsencrash, Deflation, Wirtschaftskrise - Der

Kapitalismus am Ende?, in: Der 3. Weg, Dez. 1997).

68 Zum Ablauf der Weltwirtschaftskrise nach dem "Schwarzen Freitag" 1929 vgl. Bernd Senf, Der Nebel um

das Geld ..., a.a.O., S. 64 ff.

69 Dirk Löhr, Zins und Wirtschaftswachstum ..., a.a.O.

70 Ebenda.

71 Da sich an diesem Punkt so ziemlich alle Gedanken bündeln, um die es in dieser Broschüre geht, kann nur

pauschal auf die Literaturliste im Anhang verwiesen werden.

72 Vgl. Löhr/Jenetzky, Neutrale Liquidität ..., a.a.O., S. 112 ff.

73 Vgl. Silvio Gesell, Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld, Lütjenburg 1991

(unveränderter Nachdruck d. Ausg. v. 1920), S. 238 ff.

74 Vgl. Silvio Gesell, Die Natürliche Wirtschaftsornung ..., a.a.O., S. 55 ff., sowie Löhr/Jenetzki, Neutrale

Liquidität ..., a.a.O., S. 169 ff.

75 Eine weitere, leider oft vergessene Forderung der Freiwirtschaft lautet, die Einnahmen aus der Abschöpfung

der Liquiditätsprämie des Bodens als Erziehungsgeld an die Mütter (und natürlich auch an Vollzeit-Väter)

auszuschütten, da die Erziehungsarbeit letztenendes dafür verantwortlich ist, daß der Boden überhaupt eine

Liquiditätsprämie trägt (durch die aufgezogenen Menschen, die diesen dann nutzen). Dieser Punkt könnte bei

einer Durchführung der entsprechenden Reformen eine Möglichkeit bieten, die Gleichstellung von

Erziehungsarbeit und Erwerbsarbeit zu verwirklichen, ohne die Gleichberechtigung immer eine Halbwahrheit

bleiben wird.

76 Zu den Vor- und Nachteilen der Lösungen vgl. Löhr/Jenetzky, Neutrale Liquidität ..., a.a.O., S. 182 ff.

77 Die bisherigen Erfahrungen liegen natürlich nur oberhalb der gegebenen Liquiditätsprämie.

78 Das ist die andere Seite der Medaille. Die Zinswirtschaft führt gleichzeitig zu "Bedarf ohne Geld" (was

Wachstum erfordert, um den Bedarf zu decken) und zu "Geld ohne Bedarf" (was Wachstum erfordert, da die

Gelder investiert werden müssen). Beides bedingt einander. Vgl. Dieter Suhr, Geld ohne Mehrwert ..., a.a.O.

79 Es ist zweitrangig, ob dies durch Lohnerhöhungen oder durch Preissenkungen erfolgt.

80 Dirk Löhr, Zins und Wirtschaftswachstum ..., a.a.O.

81 Bzw. die Abschreibungen, VGR- und bilanztechnisch gesehen.

82 Vgl. Dirk Löhr, Determinanten der Rationalisierung des Produktionsfaktors Umwelt, in: Zeitschr. f.

Sozialökonomie, Folge 109.

83 Zur Effizienzrevolution vgl. Ernst U. v. Weizsäcker/A. B. Lovins/L. H. Lovins, Faktor Vier: Doppelter

Wohlstand - halbierter Naturverbrauch, München 1996.

84 Zu diesem Abschnitt vgl. Löhr/Jenetzky, Neutrale Liquidität ..., a.a.O., S. 137 ff.

85 Das Say'sche Theorem ist erfüllt.

86 Damit relativiert sich auch die Frage nach den banküblichen Sicherheiten.

87 Zu den folgenden Absätzen vgl. Dirk Löhr, Kapitalflucht, in: Zeitschr. f. Sozialökon., Folge 108.

88 Dirk Löhr, Kapitalflucht, a.a.O.

89 Ebenda.

90 Einen extremen Realitätsverlust offenbart Jutta Ditfurth, Entspannt in die Barbarei, Esoterik, (Öko-

)Faschismus und Biozentrismus, Hamburg 1996. Vgl. hierzu auch die Entgegnung von Klaus Schmitt,

Entspannen Sie sich, Frau Ditfurth!, Berlin 1998.

91 So z.B. unter dem Stichwort "Rechtsradikale" in DER SPIEGEL, Zinsfrei für Deutschland, 46/97.

Zahlreiche Entgegnungen zu diesem und anderen Artikeln wurden veröffentlicht in: Der 3. Weg (diverse

Verf.), Der Neid auf eine schlüssige Theorie läßt zivilisierte Formen des Ideenwettstreites vergessen, Dezember

1997.

92 Vgl. Werner Onken, Natürliche Wirtschaftsordnung unter dem Hakenkreuz - Anpassung und Widerstand,

Lütjenburg 1997. Ebenfalls interessant: Werner Onken, Natürliche Wirtschaftsordnung unter kommunistischer

Herrschaft und nach der Wende von 1989, Lütjenburg 1997.

93 Zu diesem Abschnitt vgl. Werner Onken, Modellversuche mit sozialpflichtigem Boden und Geld, Lütjenburg

1997. Dort finden sich auch Bespiele von Versuchen zu einem anderen Umgang mit dem Boden, die hier

ausgespart wurden.

94 Ebenda, S. 41.

95 Vgl. Fritz Schwarz, Das Experiment von Wörgl, Bern 1951 (Nachdruck der INWO von 1996).

96 Werner Onken, Modellversuche mit ..., a.a.O., S. 45.

97 Zu Tauschringen vgl. Thomas Estermann/Martina Hämmerli/Bruno Jehle, Alternative Geldmodelle: zwei

Beiträge zur praktischen Umsetzung, INWO Schweiz, 1993. Vgl. außerdem Helmut Creutz, Alternative

Geldsysteme - Auswege aus der fehlerhaften Geldordnung?, in: Zeitschr. f. Sozialökon., Folge 101.

98 Paul Watzlawick, Wie wirklich ist die Wiklichkeit? Wahn - Täuschung - Verstehen, München 1985, S. 93,

94.

99 Johannes Heinrichs, Sprung aus dem Teufelskreis - Logik der Sozialen und Natürlichen Wirtschaftslehre,

Wien, S. 63, 64.

100 Klaus Töpfer, zitiert aus: Hans-Jürgen Fischbeck, Wirtschaft unter Wachstumszwang?, a.a.O.

101 Obwohl sie manchmal wahrlich Pate stehen muß.

102 Vgl. Peter Kafka, Gegen den Untergang - Schöpfungsprinzip und globale Beschleunigungskrise, Wien 1994.

103 Peter Kafka, Krise heißt Entscheidung, in: Zukunftsfähig Wirtschaft, Beiträge zur 4. Internationalen Tagung

der INWO in Bern 1995, INWO Schweiz 1995.

104 Ebenda, S. 15.

105 In diesem Zusammenhang vgl. auch die verständliche Beschreibung der "lokalen Fitneßgipfel" von Stuart

Kauffman, Der Öltropfen im Wasser - Chaos, Komplexität, Selbstorganisation in Natur und Gesellschaft,

München 1995.

106 Peter Kafka, Krise heißt Entscheidung, a.a.O., S. 17.

107 Ebenda, S. 18.

108 Auf diesen hervorragenden Aufsatz muß noch hingewiesen werden: Ernst Winkler, Vor einer Mutation

unseres Wirtschaftssystems, Sozialökonomische Arbeitstexte Nr. 3, Lütjenburg 1994.

© J. Probst 1998

von Juergen_Probst - 10. Oktober 2003

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