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FAIRCONOMY-Webinare

Freitag, 19.08.2022, 19-21 Uhr, FAIRCONOMY-Webinar mit Dr. Christoph Freydorf

Klassifizierung von Geldsystemen

Christoph Freydorf stellt seine Dissertation vor, in der er ein umfassendes Forschungsprogramm für die monetäre Ökonomik skizziert: Lässt sich in einer einheitlichen Klassifikation die große Vielfalt an realen und hypothetischen Geldsystemen systematisch erfassen und übersichtlich darstellen?
Wie müsste eine solche Klassifikation angesichts umstrittener monetärer Wirkungsweisen und inkompatibler Geldtheorien aufgebaut sein? Mit welcher Methodik könnte sie für verschiedene ökonomische Perspektiven und monetäre Forschungsinteressen gleichermaßen nutzbar sein? Könnte auf dieser Basis modelliert werden, welche Geldsteuerungskreisläufe bestimmte Kompromisse von Geldfunktionen zulassen, also welche optimalen Geldsysteme heute technisch möglich wären?

Christoph Freydorf ist seit 2021 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMBF-finanzierten Forschungsprojekt Finanzwende für Resilienz und Nachhaltigkeit (FIRN) an der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung.
2021 promovierte er an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt zum Doktor der Wirtschaftswissenschaft (Dr. rer. pol.).

Zur Anmeldung sende bitte eine Mail mit Betreff „Anmeldung Webinar Freydorf“ an: INWO(at)INWO.de

 

ARCHIV

 

Dienstag, 21.06.2022, 19-21 Uhr, FAIRCONOMY-Webinar mit Ralf Becker

Sicherheit neu denken: Impulse für eine neue friedenspolitische Sicherheitsarchitektur in Europa

Der Krieg in der Ukraine markiert eine Zeitenwende. Welche Optionen bieten sich zur Neugestaltung einer nachhaltig friedlichen Nachkriegsordnung in Europa nach Beendigung dieses Kriegs?

Ralf Becker koordiniert im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Baden die Initiative Sicherheit neu denken. Von 2012 bis 2019 koordinierte er den gewaltfrei handeln e.V., der seit 1992 in Deutschland Fachkräfte für Zivile Friedensarbeit ausbildet.

Zuvor wirkte Ralf Becker u.a. als Referent für die Studie Zukunftsfähiges Deutschland bei Misereor und war Mitinitiator der ökumenisch-zivilgesellschaftlichen Kampagne erlassjahr.de, die 1999 beim G8-Gipfel in Köln die Entschuldung von 20 höchst verschuldeten Ländern des globalen Südens erreichte.

Zwischen 2003 und 2013 wirkte er als Referent der INWO und der CGW, begleitete den Aufbau des Regiogeld-Netzwerks und -Verbandes und wirkte am Club-of-Rome-Report Money and Sustainability mit. Nach wie vor wirkt er im Monneta-Netzwerk als Experte.

 

Karfreitag, 15.04.2022, 19-21 Uhr, FAIRCONOMY-Webinar mit Thomas Kubo

Helmut Creutz‘ Geldsystem-Grafiken – ein Update

Helmut Creutz, Autor von "Das Geld-Syndrom", veranschaulichte in seinen Grafiken auf verblüffende und einleuchtende Weise, wie viele Fehlentwicklungen unserer Wirtschaft und Gesellschaft mit den Strukturen unseres Geldsystems zusammenhängen, und bot sinnvolle und kompetente Reformvorschläge.

Thomas Kubo hat im Dezember 2018 eine aktualisierte Neuauflage von Helmut Creutz' Standardwerk der Geldreform veröffentlicht. In diesem Webinar wird er einige der wichtigsten Creutz-Grafiken mit aktualisierten Zahlen vorstellen und mit den Teilnehmer*innen diskutieren.

 

Anfang 2022 haben wir unsere Webinarreihe mit den drei Mitgliedern unseres Wissenschaftlichen Rates fortgesetzt:
Dipl. Ökonom Werner Onken, Prof. Dr. Dirk Löhr und Prof. Dr. Felix Fuders

 

Freitag, 21.01.2022, 19 Uhr, FAIRCONOMY-Webinar mit Dipl. Ökonom Werner Onken

Von der Akkumulation zur Dezentralisierung der Wirtschaft

Zwar finden inzwischen die sozialen und ökologischen Folgen der kapitalistischen Marktwirtschaft Beachtung in Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Aber ihre auf der Akkumulation und Konzentration von Geld-, Boden- und Realkapital beruhende problematische Grundstruktur wird kaum in Frage gestellt. In diesem Webinar wird Werner Onken die Inhalte seines Buches vorstellen.

Dipl.-Ökonom Werner Onken (*1953) ist seit 1982 Redakteur der Zeitschrift für Sozialökonomie und Mitorganisator der Tagungsreihe Mündener Gespräche. 1983 begann er mit dem Aufbau des Archivs für Geld- und Bodenreform und 1987 mit der Herausgabe der Gesammelten Werke von Silvio Gesell. Von 1995 bis 2008 organisierte er gemeinsame Jahrestagungen der Christen für Gerechte Wirtschaftsordnung und der Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung. Von 2008 bis 2016 gehörte er zum Organisationsteam der Ringvorlesung zur Postwachstumsökonomie an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg. Seit 2019 ist er Vorsitzender der Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung.

 

Samstag, 12.03.2022, 15 Uhr, FAIRCONOMY-Webinar mit Prof. Dr. Dirk Löhr

Kommunale Erbbaurechte und bezahlbares Wohnen

Trotz der Corona-Krise kennen Mieten und Immobilienpreise in den Großstädten nur eine Richtung: Nach oben. Immer mehr Kommunen denken daher über den verstärkten Einsatz des Erbbaurechts nach. Bei Investoren ist dieses allerdings nicht beliebt. Dies hängt jedoch mit der Art und Weise zusammen, wie das Instrument von Kommunen und auch Kirchen zumeist eingesetzt wird. Es gilt, das Erbbaurecht neu zu denken.

Prof. Dr. Dirk Löhr (*1964) vertritt die Fachgebiete Steuerlehre und Ökologische Ökonomik an der Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld. Er ist u.a. Mitglied im Oberen Gutachterausschuss Rheinland-Pfalz, des regionalen Gutachterausschusses Rheinhessen-Nahe, und Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung. Er gehörte ebenfalls der vom Bundesinnenministerium eingerichteten Baulandkommission sowie dem Fachdialog Erbbaurecht an.

⇒ Hier geht es zur Aufzeichnung.

 

Samstag, 19.03.2022, 15 Uhr, FAIRCONOMY-Webinar mit Prof. Dr. Felix Fuders

Das Inflation-Deflation-Paradoxon

Felix Fuders wird in diesem Webinar zu einem neuen Verständnis der Geldschöpfung der Geschäftsbanken beitragen und das Dilemma beschreiben, mit dem sich in einem fraktionellen Reservesystem jede Zentralbank nach einiger Zeit konfrontiert sieht. Dieses Dilemma liefert eine Erklärung für die Politik des „billigen Geldes“, die in den letzten Jahren von den Zentralbanken fast aller Industrieländer angewandt wird, obwohl die Geldmenge schon zuvor ein noch nie dagewesenes Niveau erreicht hatte.

Prof. Dr. Felix Fuders (*1975) ist seit 2017 1. Vorsitzender der INWO Deutschland. Er studierte an der Universität Erlangen-Nürnberg. Seit 2010 ist er Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universidad Austral de Chile und unterrichtet dort die Fächer Mikroökonomie, Ökologische Ökonomie sowie Wirtschafts- und Geldpolitik. Er ist seit 2016 Direktor des Right Livelihood College – Campus Austral. Felix Fuders Mitglied der Gesellschaft für Nachhaltigkeit und im Netzwerk für Nachhaltige Ökonomie sowie Beirat des argentinischen Instituto de Estudios Económicos Silvio Gesell (IEESG).

⇒ Hier geht es zur Aufzeichnung.

 

Webinare 2021

Freitag, 20.08.2021, 19 Uhr, FAIRCONOMY-Webinar mit Dr. Dirk Ehnts

Geld in der Modern Monetary Theory (MMT)

Viele haben schon von der Modern Monetary Theory gehört. Doch was verbirgt sich genau hinter dieser Theorie, die das Geld im Namen führt? In diesem Webinar wird Dirk Ehnts die MMT vorstellen.

Welche Rolle spielen Staat, (finanzielle) Unternehmen und private Haushalte in der Volkswirtschaft im Allgemeinen und dem Geldsystem im Besonderen? Ist die Zentralbank unabhängig? Was bestimmt Geldentstehung, Investitionen, Konsum und Sparen? Wozu dienen Steuern, Staatsanleihen(-käufe) und Zinsen?

Dr. Dirk Ehnts, Dipl.-Volkswirt mit Schwerpunkt Makroökonomie, Geld und Kredit, ist einer der bekanntesten Vertreter der Modern Monetary Theory (MMT) in Deutschland. 2014 hat er die Samuel-PufendorfGesellschaft für politische Ökonomie mitbegründet, deren Vorstandssprecher er ist. Ehnts hat neben MMT-Lehrbüchern zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht, dazu in Tageszeitungen und Blogs. Sein Buch »Geld und Kredit: Eine €-päische Perspektive« ist im September 2020 in 4. Auflage im Metropolis-Verlag erschienen.

 

Freitag, 18.06.2021, 19 Uhr, FAIRCONOMY-Webinar mit Christian Gelleri

Klimabonus – klimafreundliches Handeln belohnen

Geld wird in diesem Vortrag als Werkzeug vorgestellt, neben sozialen auch ökologische Ziele zu erreichen. Der „Klimabonus“ ist ein Konzept zur regionalen Gestaltung des Klimaschutzes. Grundlegend kann dieses Konzept in die drei Bereiche Information, Reduktion und Kompensation unterteilt werden, deren Zusammenspiel zu erhöhter Partizipation und Wirksamkeit der lokalen Bevölkerung führt.
Durch eine Klimawährung belohnt der Klimabonus alle Personen und Institutionen, die Treibhausgase nachweislich reduzieren. Ein Klimabonus entspricht einem Euro und einer Einsparung von mindestens zehn Kilogramm CO2. Er kursiert wie eine Regionalwährung und kann für nachhaltige Produkte bei den Klimabonus-Partnern ausgegeben werden.
Gespeist werden die Klimaboni aus einem Klimafonds, der durch Spenden gefüllt wird. Die Höhe der Spenden richtet sich nach dem eigenen CO2-Fußabdruck. Indem ich meinen Fußabdruck ausgleiche, ermögliche ich anderen CO2 zu sparen oder investiere in regionale Klimaprojekte, die CO2 in der Natur festlegen. So wird Klimaschutz lokal verankert und die eigene Wirksamkeit sichtbar.

INWO-Mitglied Christian Gelleri, geb. 1973, hat als Initiator der Regionalwährung Chiemgauer die Verbreitung von Regiogeldern in Deutschland maßgeblich geprägt. Er ist ausgebildeter Diplom-Handelslehrer und Diplom-Betriebswirt. Anfang 2003 initiierte er als Wirtschaftslehrer an der Freien Waldorfschule Chiemgau zusammen mit sechs Schülerinnen den Chiemgauer, die umsatzstärkste und bekannteste Regionalwährung Deutschlands.

Als Gründungsvorstand des Regiogeldverbandes verfügt er über ein breites Wissen zu Stand und Perspektiven des Regiogeldes. Als Vorstand der Sozialgenossenschaft Regios eG hat Christian Gelleri mit seinem Team den Chiemgauer um eine bargeldlose Variante erweitert (Regiocard und Regiokonten in Zusammenarbeit mit Genossenschaftsbanken und Sparkassen). Als weiteres Geschäftsfeld kam 2010 die Mikrofinanzierung hinzu. Mehrere Regiogeld-Initiativen nutzen die Angebote der REGIOS eG als Rechenzentrale.

Aktuell ist Christian Gelleri in ein Forschungsprojekt der Universität Würzburg zur „Demokratisierung von Geld und Kredit“ involviert. Das Projekt ist Teil des Forschungsverbundes „ForDemocracy“, das in elf verschiedenen Teilprojekten zur Zukunft der Demokratie in Bayern forscht. Außerdem leitet er das vom Bundesumweltministerium geförderte Verbundprojekt „Klimabonus“, das klimafreundliches Verhalten in Deutschland mittels einer Komplementärwährung befördern möchte.

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Samstag, 08.05.2021, 16 Uhr, FAIRCONOMY-Webinar mit Dr. Ulrich Kriese

Bodenpolitische Forderungen zur Bundestagswahl

Das Webinar präsentiert die Positionen zur Boden- und Wohnungspolitik zur Bundestagswahl 2021 von Netzwerk Immovielien e.V. und wohnbund e.V. und stellt sie zur Diskussion. Vorgesehen ist die vertiefte Behandlung der Forderungen zur Wertermittlung, zur Ausweitung des kommunalen Vorkaufsrechts, zur Verbesserung des Erbbaurechts sowie zur Herstellung einer Transparenz am Bodenmarkt. Angesprochen werden außerdem die Basler Bodeninitiative und der Stand der Grundsteuerreform in Deutschland. Auf Wunsch der Teilnehmer*innen können auch andere Schwerpunkte gesetzt werden.

Ulrich Kriese war mitverantwortlich für die Abstimmungskampagne zur Basler Bodeninitiative und ist Mitgründer des Info-Netzwerks »Gemeingut Boden«, Mitglied im Kuratorium der Stiftung trias, Sprecher für Bau- und Siedlungspolitik des Naturschutzbunds Deutschland, Mitbegründer des bundesweiten Aufrufs »Grundsteuer: Zeitgemäß!« sowie u.a. aktiv im Netzwerk Immovielien. Ulrich Kriese ist seit 2009 bei der Stiftung Edith Maryon, Basel, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit, Erbbaurechtsgestaltung und Forschungsfragen und dort seit einiger Zeit auch Mitglied der Geschäftsleitung. Er ist Mitherausgeber des Sammelbandes »Boden behalten - Stadt gestalten« (Verlag rüffer & rub, Zürich).

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Donnerstag, 08.04.2021, 19 Uhr, FAIRCONOMY-Webinar mit Prof. Dr. Felix Fuders (Universidad Austral de Chile)

Fairconomy – für eine faire Wirtschaft

Der wirtschaftliche Wettbewerb auf den Märkten wurde und wird durch Privilegien des privaten Geld- und Realkapitals einschließlich des privaten Bodeneigentums verfälscht. Diese Privilegien bewirkten eine fortwährende Akkumulation und Konzentration von wirtschaftlicher und politischer Macht. - Doch eine faire Wirtschaft ist machbar! Die FAIRCONOMY schafft die Grundlage für eine nachhaltige, stabile und gerechte Marktwirtschaft ohne kapitalistische Auswüchse. Wie können wir Wohlstand und Chancengleichheit für alle ereichen?

Der Referent Felix Fuders, Vorstand der INWO Deutschland, ist Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Mikroökonomie und Ökologische Ökonomie. Er ist Direktor des Ökonomischen Instituts der Universität Austral de Chile, Direktor SPRING Chile, Mitglied der Gesellschaft für Nachhaltigkeit und im Netzwerk für Nachhaltige Ökonomie, Berlin.

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Samstag, den 09.01.2021, 15 Uhr, FAIRCONOMY-Webinar mit Prof. Dr. Dirk Löhr (Umwelt-Campus Birkenfeld)

Bodenwertsteuer – die Steuer der Zukunft!

Immobilien machen fast 90 Prozent der bundesdeutschen Sachvermögen aus. Welche Bedeutung dem Bodeneigentum zukommt, wird in der Diskussion um mangelnden Wohnraum und steigende Mieten oft vergessen. Als erstes Bundesland hat Baden-Württemberg im November eine Bodenwertsteuer gesetzlich verankert.

Der Referent Dirk Löhr ist Professor für Steuerlehre und Ökologische Ökonomik am Umwelt-Campus Birkenfeld der Fachhochschule Trier, Autor und Blogger sowie Mitinitiator des Aufrufs „Grundsteuer: Zeitgemäß!“ Aktuell erschien von ihm ein meinungsstarker Gastbeitrag im Handelsblatt: Wir sollten leistungslose Einkommen statt Leistung besteuern (vom 15.12.2020).
Dirk Löhr erklärt uns in diesem Webinar, was die Umstellung der Grundsteuer bewirkt und welche Chancen sich dadurch insgesamt für ein nachhaltigeres Steuersystem ergeben.

Wir möchten außerdem hinweisen auf zwei Beiträge von Ulrich Kriese, Sprecher für Bau- und Siedlungspolitik des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und Mitinitiator von "Grundsteuer: Zeitgemäß!": Baden-Württemberg macht vor, wie sich die Grundsteuer reformieren lässt (vom 02.12.2020, leider ist nur der Anfang ohne Anmeldung lesbar) und Die Bayerische Flächensteuer ist untauglich und regressiv (vom 21.12.2020).

⇒ Hier geht es zur Aufzeichnung.

 

Die Teilnahme an den FAIRCONOMY-Webinaren ist kostenlos.

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