• DE

Verteilungsneutrales Geld für eine nachhaltige Gesellschaftsordnung

Eine nachhaltig funktionierende Marktwirtschaft braucht eine stabile Währung. Wir wollen ein Geld- und Finanzsystem, das allen Menschen dient, nicht nur den Reichsten der Reichen. Das Geldsystem sollte so gestaltet werden, dass es einer Überschuldung von Privatleuten, Firmen und Staaten entgegenwirkt. Ein umlaufgesichertes Geld stoppt die exponentielle Zunahme von Geldvermögen und Schulden. Nur so wird eine krisenfreie Abkehr vom permanenten Wirtschaftswachstum möglich.

Leistungslose Einkommen aus Geld, Boden und Naturressourcen sammeln sich bei einer kleinen Minderheit. Damit jeder Mensch gleiche Zugangsvoraussetzungen zum Boden und den sonstigen natürlichen Ressourcen hat, braucht es ein anderes Verständnis für den Umgang mit knappen Gütern.

Mit der Fairconomy bietet die INWO entscheidende Ansätze für eine stabile, lebenswerte und friedliche Gesellschaft, die allen Menschen vergleichbare Lebens- und Startbedingungen ermöglicht.

Unser Ziel

Die INWO setzt sich für eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus ein. Dieses Gesellschaftsmodell nennen wir FAIRCONOMY.

Unser Ziel ist es, gesellschaftliche Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass jeder Mensch gleiche Startvoraussetzungen und vergleichbare Chancen hat. Allen Menschen ist ein Leben in Würde, Gesundheit und mit angemessenem Wohlstand zu gewährleisten. Dazu braucht es ökonomische, ökologische sowie soziale Stabilität bei größtmöglicher individueller Freiheit in Wirtschaft und Kultur.

Die Ressourcen der Erde, insbesondere die endlichen Naturgüter, sind im maximalen Umfang zu schonen und für nachfolgende Generationen zu bewahren. Wirtschaftliches Wachstum soll sich aus den Bedürfnissen der Menschen ergeben. Die Profitinteressen des Kapitals sind als Wachstumsmotor nicht geeignet.

Durch Verbesserungen der Geldordnung und des Bodenrechts können wichtige Weichenstellungen erfolgen:

  • Reichtum soll nicht ins Unendliche wachsen.
  • Wohlstand für alle, statt Reichtum für wenige. Bremst man die Vermögenskonzentration, stoppt man auch die (weltweite) Verarmung.
  • Wohlstand soll sich nicht aus Besitz, sondern durch Arbeit mehren.
  • Kapital, das auch bei Renditen um null oder sogar darunter zur Verfügung steht, schafft Arbeitsplätze.
  • Niedrige Zinsen führen zu hohen Löhnen.
  • Vollbeschäftigung bedeutet für uns, dass für jeden Arbeitssuchenden leistungsgerecht bezahlte Arbeit zur Verfügung steht.
  • Die Umweltgesetzgebung soll die Bewahrung der Lebensgrundlagen und eine gesunde und sichere Umgebung für alle Menschen garantieren. Einschränkungen zur Sicherung von Wirtschaftswachstum oder Profitinteressen bedürfen der Zustimmung aller betroffenen Menschen.

Grundstücke sollen zukünftig nicht mehr der Spekulation zur Verfügung stehen.

Eine durchschnittliche Bodennutzung muss für jeden Menschen kostenlos sein. Dies erreichen wir dadurch, dass sämtlicher Boden in Gemeinschaftsbesitz überführt wird. Über Erbpacht ist langfristige Nutzung durch Einzelne weiterhin möglich. Die Einnahmen daraus werden gleichmäßig an alle Gemeinschaftsmitglieder verteilt (siehe Boden und Ressourcen).

Durch eine Gebühr auf Zahlungsmittel wird verhindert, dass Geld aus spekulativen Gründen dem Markt vorenthalten werden kann.

Die unverhältnismäßige Ausweitung der Geldmenge, die dramatische Verringerung der Umlaufgeschwindigkeit und die gewaltige Zunahme von Liquidität sind weltweit festgestellte Phänomene, die jedoch nur in Ausnahmefällen als Probleme wahrgenommen werden. Um diesen negativen Tendenzen entgegenzuwirken, kann man das Horten von Geld mit Kosten belegen. Dadurch bremst man die Nachfrage nach Notenbankgeld und sichert ein gleichbleibend hohes Kreditangebot. Dies führt zu einem allgemeinen Nullzins-Niveau, entlastet die Volkswirtschaften und stabilisiert die Finanzmärkte.

Wirtschafts- und Finanzkrisen sind keine Naturkatastrophen. Skrupellose Managemententscheidungen haben meist den Kapital- und Dividendendruck als Ursache. Unsoziale und umweltfeindliche Politik entspringt nicht selten der Wachstumslogik des Finanzkapitalismus. Privates Bodeneigentum ist seit Jahrhunderten der wichtigste Faktor zur individuellen Bereicherung und zur Ausplünderung der großen Masse der Menschen. Die Alimentation der Superreichen durch private und öffentliche Zinszahlungen wird tatenlos hingenommen. Dies alles beruht auf Rahmenbedingungen, die von Menschen geschaffen wurden ... und sie können von uns verändert werden!

Es gibt eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus:

Die FAIRCONOMY!