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Erich aus Rotenburg/Fulda
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Film-DVD: Der Geist des Geldes
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Mit zum Teil drastischen Bildern und Zitaten, einem rasanten Abriss von 3000 Jahren Geschichte und vielen namhaften Experten sorgt ein neuer Dokumentarfilm vor allem für eines: jede Menge spannende Fragen zu Wirtschaft und Währung.
Eine neutrale Dokumentation wollte der Filmemacher Yorick Niess produzieren. Nichts, was einseitig politisch gefärbt ist. Deswegen hat er sich ein Jahr lang mit Menschen unterhalten, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen mit dem Thema Geld befassen (siehe Ausschnitte und Trailer): zum Beispiel mit dem Leiter des Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), Dennis J. Snower, der ohne Geld lebenden Heidemarie Schwermer, dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Elmar Altvater und dem Schweizer Jean Ziegler, Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen (UN) für das Recht auf Nahrung.
"Ein Kind, das heute am Hunger stirbt, wird ermordet. Es gibt keine Fatalität irgendwelcher Art. Es ist die Weltordnung, die tötet."
Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter, in "Der Geist des Geldes" (siehe Ausschnitte und Trailer)
Durch die zahlreichen unterschiedlichen Blickwinkel aus fünf verschiedenen Ländern zeigt der Film die vielen Facetten des Geldes auf, das mehr ist, als es zu sein scheint. Es wird deutlich, dass es eine größere Bedeutung hat, als ihm im Allgemeinen beigemessen wird. Es soll Funktionen wahrnehmen, die sich eigentlich gegenseitig ausschließen. Und es hat Folgen, die nur selten an ihm fest gemacht werden.
Das spiegelt sich auch in den Aussagen von Experten, die bisher vor allem in Geldreform-Kreisen bekannt sind. Bernard A. Lietaer beispielsweise erklärt, warum unser heutiges Geld Armut erzeugt. Werner Onken beschreibt die Überlegungen Silvio Gesells. Margrit Kennedy wirbt für ein Nachdenken über das jetzige und ein anderes Geld.
Was der Film nicht leistet, in der Kürze auch nicht leisten kann, ist eine wissenschaftlich korrekte und ohne Verkürzungen auskommende Beweisführung. Auch die im Titel verankerte Verbindung zwischen Geld und Glaube wirkt an einigen Stellen übertrieben, ergibt sich aber aus der Perspektive des Autors und Produzenten, der diesen Zusammenhang für besonders bezeichnend hält.
Das Besondere an "Der Geist des Geldes" ist, dass Geldkritiker mit dem Film erstmals auf einer Ebene mit prominenten kritischen Geistern wie Ziegler und anerkannten Experten wie Snower wahrgenommen werden. Der Film gibt keine Antworten, sondern zeichnet einige alternative Gedanken nach und wirft dadurch vor allem Fragen auf. Er macht klar, dass unser jetziges Geld ein grundlegendes Problem darstellt, über das man sich informieren und eigene Gedanken machen sollte, wenn man die Welt verbessern will.
Die DVD ist in begrenzter Stückzahl bei der INWO erhältlich. Mitglieder zahlen 10 Euro, Nicht-Mitglieder 13 Euro pro Stück. Der Versand ist kostenlos. Bestellt werden kann unter http://www.INWO.de/Shop oder beim INWO-Versand.
Der Artikel ist der FAIRCONOMY 4/2007 entnommen. Die Zeitschrift der INWO ist als Geschenk- oder Jahresabo und kostenloses Probeabo erhältlich. INWO-Mitglieder erhalten die FAIRCONOMY kostenlos.
Wer gezielt für den Film werben möchte, kann dazu kostenlose Flyer im Postkartenformat bei der INWO bestellen! Unter http://www.INWO.de/Videos gibt es eine Playlist mit Ausschnitten und dem Trailer zum Film.
von Redaktion - 14. Dezember 2007
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