Die Nullzins-Schranke durchbrechen!

Hohe Wachstumsraten sind in der entwickelten Welt passé. Zwar ist man immer noch bemüht, die langfristigen Wachstumsaussichten schönzureden, doch inzwischen schätzen Ökonomen das potentielle Wachstum in der  Eurozone auf unter ein Prozent.

Die Geldpolitik, die normalerweise durch Zinssenkungen versucht, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, stößt heute an ihre Grenzen. Würden die Notenbanken die Zinsen noch weiter senken, würden Geschäftsbanken und Wirtschaftsteilnehmer Bargeld horten: Die Nullzins-Schranke, der Zero Lower Bound, ist erreicht.

Statt aber weiterhin ein Wachstum zu beschwören, das nicht mehr kommen wird und aus ökologischen Gründen auch nicht mehr kommen sollte, könnten wir unser Geldsystem an die Situation anpassen. Dazu ist es notwendig, den Zero Lower Bound zu durchbrechen.

Am 18. Mai wurden bei der Konferenz „Removing the Zero Lower Bound on Interest Rates“ in London von Top-Ökonomen und Notenbankern die Möglichkeiten hierfür erörtert.

Weitere Schritte auf dem Weg zu unserem Ziel.

KWW Mittwoch. 17. Juni 2015

Die EZB wird immer mächtiger, weil sie immer ohnmächtiger wird

Ein breites Spektrum vom CSU-Politiker Peter Gauweiler über die frühere Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD), die Bundestagsfraktion der Linken bis zum Verein Mehr Demokratie und weiteren 12.000 Klägern ist gegen die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) vor Gericht gegangen. Die Motive sind vielschichtig. Ursächlich ist jedoch die gefährliche Unklarheit über den richtigen Weg zur Währungsstabilität.[mehr]

KWW Freitag. 05. Juni 2015

Sozialdemokraten, Grüne und Linke verschlafen einzigartige historische Situation

Nie waren die Zinssätze so niedrig wie heute. Und dennoch: Die Schulden der Städte in Nordrhein-Westfalen sind in den letzten 10 Jahren um über 50 % angestiegen. Die Schulden des griechischen Staates betragen, ungeachtet diverser "Hilfspakete" und "Schuldenschnitte", mittlerweile 175 % der volkswirtschaftlichen Leistung. Die Entwicklung der Zinssätze ist die Schicksalsfrage für Millionen Menschen und dennoch weigern sich linksorientierte und linke Ökonomen wie Politiker, Geld- und Bodenzins als Instrumente fortschrittlicher Politik überhaupt zu diskutieren.[mehr]

KWW Mittwoch. 20. Mai 2015

Ökonom Peter Bofinger: "Münzen und Geldscheine sind ein Anachronismus"

Ich weiß nicht, was soll das bedeuten. Die SPIEGEL-Redaktion macht aus einer Sensation eine Randnotiz und Professor Bofinger versteckt einen ökonomischen Meilenstein, mit dem er in die Geschichtsbücher gelangen könnte, hinter fadenscheinigen, gesellschaftspolitischen Argumenten. Umfang und Inhalt dieses Interviews machten deutlich, wie verunsichert die ökonomische Kaste durch die anhaltend niedrigen Zinsen ist.[mehr]

KWW Freitag. 15. Mai 2015

Draghis butterweiche Erklärung & Ursachenforschung in London

Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Maßnahmen der EZB zum gewünschten Erfolg führen würden, erklärte Mario Draghi, Notenbankchef der Europäischen Zentralbank (EZB) in einer Rede in Washington. Mit einer wenig überzeugenden Begründung rechtfertigt er, warum der Ankauf von Staatsanleihen für monatlich 60 Milliarden Euro kaum Wirkung zeigt. Über die tatsächlichen Ursachen und Zusammenhänge von Wachstum, Wohlstand und wirtschaftlicher Stabilität beraten in London derweil andere.[mehr]

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Crowd­funding-Pro­jekt Leer­stands­mel­der konn­te sei­ne Fi­nan­zie­rungs­schwel­le knapp er­rei­chen
"Verpachten statt verkaufen" eine Veranstaltung zum Erbbaurecht
Entscheidungsträger diskutieren Negativzinsen am 18.5. in London
Vo­rsit­zen­de der For­schungs- und Sta­tis­tik-Grup­pe der Fe­deral Re­serve Bank of New York aüßert sich zu negativen Zinsen

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