Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins auf 0,05% und den Einlagenzins der Geschäftsbanken bei der EZB auf minus 0,2 % gesenkt. Einige Beobachter meinen, dass damit die Ziele der INWO erreicht seien. Doch dem ist nicht so. Die geldpolitischen Forderungen der INWO schaffen die Grundlage für eine verteilungsneutrale Währung, die auch bei Wachstumsraten und Guthabenzinssätzen um null optimal funktioniert. Davon sind wir noch weit entfernt.

Im aktuellen Kampf gegen die Deflation erweitert die EZB die Geldmenge massiv und senkt die Leitzinsen. Sie hat damit den Spielraum ihrer Handlungsfähigkeit weitgehend ausgeschöpft, die gebotene Zinsspanne geopfert und ein enormes Inflationspotential aufgetürmt. Gebannt ist die Gefahr für das Geldsystem damit also keineswegs. [weiter]

KWW Mittwoch. 20. Mai 2015

Ökonom Peter Bofinger: Münzen und Geldscheine sind ein Anachronismus

Es ist nicht ganz klar, für wen dieser kurze Beitrag peinlicher ist: für die Spiegel Redaktion oder Professor Bofinger. Er machte jedoch deutlich, wie verunsichert die ökonomische Kaste durch die anhaltend niedrigen Zinsen ist.[mehr]

KWW Freitag. 15. Mai 2015

Draghis butterweiche Erklärung & Ursachenforschung in London

Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Maßnahmen der EZB zum gewünschten Erfolg führen würden, erklärte Mario Draghi, Notenbankchef der Europäischen Zentralbank (EZB) in einer Rede in Washington. Mit einer geradezu peinlichen Begründung rechtfertigt er, warum der Ankauf von Staatsanleihen für monatlich 60 Milliarden Euro kaum Wirkung zeigt. Über die tatsächlichen Ursachen und Zusammenhänge von Wachstum, Wohlstand und wirtschaftlicher Stabilität beraten in London derweil andere.[mehr]

KWW Mittwoch. 13. Mai 2015

Sehr geehrter Herr Kessler, kann man Buchgeld verbieten?

Ihre aktuelle Kolumne in der Rheinischen Post heißt »Island will das Buchgeld der Banken verbieten«. Sie greifen darin den häufig mystifizierten Vorgang auf, dass Geschäftsbanken kurzfristige Einlagen der Kunden zur Vergabe zinsbringender Kredite einsetzen. Diesen Vorgang zu verbieten, vermuten Sie sicherlich zu Recht, würde einen chronischen Kreditmangel auslösen. Besser wäre es, die Ursache dieses Missstandes zu beheben.[mehr]

KWW Freitag. 08. Mai 2015

Not macht erfinderisch

Der Schweizer Franken steht mächtig unter Druck. Erfreulicherweise nutzen die Verantwortlichen die drohende Krise, um neue Lösungen in die Diskussion zu bringen. Eine Gebühr auf Bargeld soll es der Notenbank ermöglichen, den Spielraum für Negativzinsen weiter zu vergrößern.[mehr]

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Crowd­funding-Pro­jekt Leer­stands­mel­der konn­te sei­ne Fi­nan­zie­rungs­schwel­le knapp er­rei­chen
"Verpachten statt verkaufen" eine Veranstaltung zum Erbbaurecht
Entscheidungsträger diskutieren Negativzinsen am 18.5. in London
Vo­rsit­zen­de der For­schungs- und Sta­tis­tik-Grup­pe der Fe­deral Re­serve Bank of New York aüßert sich zu negativen Zinsen

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