Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins auf 0,05% und den Einlagenzins der Geschäftsbanken bei der EZB auf minus 0,2 % gesenkt. Einige Beobachter meinen, dass damit die Ziele der INWO erreicht seien. Doch dem ist nicht so. Die geldpolitischen Forderungen der INWO schaffen die Grundlage für eine verteilungsneutrale Währung, die auch bei Wachstumsraten und Guthabenzinssätzen um null optimal funktioniert. Davon sind wir noch weit entfernt.

Im aktuellen Kampf gegen die Deflation erweitert die EZB die Geldmenge massiv und senkt die Leitzinsen. Sie hat damit den Spielraum ihrer Handlungsfähigkeit weitgehend ausgeschöpft, die gebotene Zinsspanne geopfert und ein enormes Inflationspotential aufgetürmt. Gebannt ist die Gefahr für das Geldsystem damit also keineswegs. [weiter]

KWW Freitag. 20. März 2015

Nothilfegesetz versus Haushaltsdisziplin

Bei dem Wort Nothilfegesetz sollten bei allen Deutschen, und insbesondere bei allen Politikern, die Alarmglocken läuten. Linke und Konservative beschließen im griechischen Parlament gemeinsam zusätzliche Ausgaben um die schlimmste Not zu lindern. Die Weimarer Republik hat uns gezeigt was passiert, wenn ideologische Erstarrung den Blick auf Lösungen verbaut. Dabei ist Griechenland durchaus auf dem richtigen Weg.[mehr]

KWW Donnerstag. 19. März 2015

Bodenreform in Schottland - fair und finanzierbar?

Die Diskussion um eine dringend benötigte Bodenreform in Schottland greift die ARD unter der Schlagzeile »Entschädigung oder Enteignung?« auf. In der Tagesschau, aber auch zum wiederholten Male im Weltspiegel, werden der Zugang zum Boden und die Problematik des privaten Landbesitzes thematisiert. Die Beiträge aus aller Welt, und hier im besonderen aus Schottland, zeigen letztendlich jedoch den extrem eingeschränkten Blick auf die Bodenproblematik.[mehr]

KWW Mittwoch. 11. März 2015

Mehr Mut zum Umdenken Herr Piper und Herr Zydra

»Das große Experiment« überschreiben Nikolaus Piper und Markus Zydra ihren Artikel über die Anleihekäufe der EZB in der Süddeutschen Zeitung. Gut verständlich beschreiben sie die Fakten, erklären die Motivation und wägen das Für und Wider ab. Beide Autoren, obwohl grundsätzlich unterschiedlicher Meinung, ignorieren jedoch die Bedeutung der gewaltigen Geldhortung und scheitern daher mit ihrer Analyse.[mehr]

KWW Samstag. 07. März 2015

Der Konsens für Tsipras und Schäuble

Alexis_Tsipras ©Lorenzo Gaudenzi

Das Gerangel um den griechischen Staatshaushalt und seine Schuldenlast entwickelt sich langsam zur klassischen Tragödie. Dabei benehmen sich die Akteure gelegentlich wie Kleinkinder, die sich um ihr Spielzeug zanken, aber auch wie Pokerspieler beim letzten Show-down. Festgefahren in angelerntem Klischeedenken bleibt ihnen in der Kommunikation das Naheliegende verborgen.[mehr]

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The be­low-ze­ro lo­wer bound -- ei­ne Über­sicht vol­ler Ver­wei­se zur ak­tu­el­len Dis­kus­sion um ne­ga­ti­ve Zin­sen (auf Englisch)

US-Wirt­schaftspro­fes­sor emp­fiehlt der Schwei­zer Na­tio­nal­bank die Ein­füh­rung ei­ner Ge­bühr auf Bar­geld (im In­ter­view 17.02.2015 in "Fi­nanz und Wirt­schaft")

Ne­ga­ti­ve Ein­la­ge­zin­sen der Zen­tral­bank führen zur vermehrten Bar­geld­hal­tung/hortung?

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