Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins auf 0,05% und den Einlagenzins der Geschäftsbanken bei der EZB auf minus 0,2 % gesenkt. Einige Beobachter meinen, dass damit die Ziele der INWO erreicht seien. Doch dem ist nicht so. Die geldpolitischen Forderungen der INWO schaffen die Grundlage für eine verteilungsneutrale Währung, die auch bei Wachstumsraten und Guthabenzinssätzen um null optimal funktioniert. Davon sind wir noch weit entfernt.

Im aktuellen Kampf gegen die Deflation erweitert die EZB die Geldmenge massiv und senkt die Leitzinsen. Sie hat damit den Spielraum ihrer Handlungsfähigkeit weitgehend ausgeschöpft, die gebotene Zinsspanne geopfert und ein enormes Inflationspotential aufgetürmt. Gebannt ist die Gefahr für das Geldsystem damit also keineswegs. [weiter]

KWW Dienstag. 16. Dezember 2014

Sehr geehrter Herr Joffe,

mit »Problemfall Deutschland« betiteln Sie Ihre Behauptung, die Große Koalition ignoriere die ökonomischen Krisensignale. Als Beleg dafür zählen sie volkswirtschaftliche Größen auf, die heute weniger schnell wachsen als noch 1970 oder 1980. Viele Ökonomen tun sich damit schwer, die exponentielle Wachstumsdynamik infrage zu stellen. Der Herausgeber einer so bedeutenden Zeitung wie DIE ZEIT sollte größere Zusammenhänge erfassen.[mehr]

KWW Mittwoch. 10. Dezember 2014

Sehr geehrter Herr Carsten Schneider,

in der Diskussion um Negativzinsen zitiert Sie DER SPIEGEL mit den Worten: »Banken schwimmen in Einlagen, die von Unternehmen nicht als Kredite nachgefragt werden«. Dieser Eindruck wird in den deutschen Medien seit geraumer Zeit kolportiert. Bei genauer Betrachtung lässt er sich jedoch nicht aufrechterhalten. Der Unterschied zwischen dem oberflächlichen Eindruck und der tatsächlichen Situation hat enorme Auswirkungen auf die Wirtschafts- und Sozialpolitik. Daher liegt uns viel an Ihrer detaillierten Einschätzung der aktuellen Situation als Bankkaufmann, als Mitglied des Bundestags und als SPD-Finanzexperte.[mehr]

KWW Freitag. 05. Dezember 2014

Sehr geehrter Mark Schieritz,

im ZEIT-Streitgespräch mit Philip Faigle stellen Sie zurecht fest, dass immer weniger Geld als Kredit an Unternehmen und Haushalte geht. Die Folge: „In Europa wird zu wenig Geld ausgegeben – und daran kann die Notenbank mit ihren herkömmlichen Instrumenten nichts ändern.“[mehr]

KWW Mittwoch. 26. November 2014

Sehr geehrter Harald Freiberger,

auf SZ-online berichten Sie am 20.11. erfreulich objektiv über die Entwicklung der Geldpolitik. Unter den Stichworten „Strafzinsen aus Frankfurt“ und „Negativzinsen auf Einlagen“ schreiben Sie über die aktuelle Zinsstruktur und die Weitergabe der Durchhaltekosten von der Notenbank über die Geschäftsbanken an die privaten Geldbesitzer. Die Klarheit Ihres Artikels sticht aus der sonstigen, vor allem Verwirrung stiftenden, Berichterstattung hervor.[mehr]

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„Ne­ga­tiv­zin­sen“ auf Li­qui­di­tät bei der Skat­bank
Ein Nach­wort zur Re­de von Be­noît Cœuré
Negativzinsen »bald kei­ne Sel­ten­heit mehr« (Spiegel online)
Studie zur Ein­kom­mens- und Ver­mö­gens­ver­tei­lung (In­sti­tut für Ma­kro­öko­no­mie und Kon­junk­tur­for­schung)[zum Newsletter]