Ziel erreicht und Grund zum Jubeln?

Die EZB hat den Leitzins auf 0,15% und den Einlagenzins der Geschäftsbanken bei der EZB auf minus 0,1 % gesenkt. Einige Beobachter und Kommentatoren meinen, dass damit die Ziele der INWO erreicht seien. Doch dem ist nicht so. Das Ziel unserer geldpolitischen Forderungen besteht in einer Währung, die auch bei Wachstumsraten und Guthabenzinssätzen um null optimal funktioniert. Davon sind wir noch weit entfernt.

Im aktuellen Kampf gegen die Deflation erweitert die Europäische Zentralbank die Geldmenge massiv und senkt die Leitzinsen. Sie hat damit den Spielraum ihrer Handlungsfähigkeit ausgeschöpft, die gebotene Zinsspanne geopfert und ein enormes Inflationspotential aufgetürmt. Gebannt ist die Gefahr damit also keineswegs. [weiter]

KWW Dienstag. 22. Juli 2014

Sehr geehrter Herr Jens Ulbrich,

als Bundesbank-Chefvolkswirt brauchen sie nicht für höhere Tarifabschlüsse zu werben. Das Verdienst der Notenbank an höheren Lohnabschlüssen ist es allenfalls, durch die niedrige Inflation die Kreditkosten, und damit die Kapitalbelastung, minimiert zu haben. Die stetig rückläufigen Kapitalkosten schaffen in der Wirtschaft und bei den öffentlichen Arbeitgebern den notwendigen Spielraum für die durchaus notwendigen Lohnerhöhungen.[mehr]

KWW Freitag. 18. Juli 2014

Sehr geehrter Herr Bofinger,

„ins Knie geschossen“ habe sich Thomas Piketty bei seiner Kritik des Kapitalismus. Im SPIEGEL begründen Sie dies mit der Interpretation der vorliegenden Fakten. Ihrer Meinung nach liegt die Kapitalrendite seit 100 Jahren unter der realen Wachstumsrate, weshalb es das Umverteilungsproblem in der unterstellten Form nicht gebe.[mehr]

KWW Dienstag. 15. Juli 2014

Eine wunderbare Geldvermehrung

Guido Bohsem berichtet auf süddeutsche.de über eine neue Regelung zur Mehrwertsteuer-Abgeltung. Dank dieser Steuerpraxis können Bauträger auf ihre Mehrwertsteuer-Vorauszahlungen sechs Prozent Zinsen vom Staat erhalten.[mehr]

KWW Donnerstag. 10. Juli 2014

Sehr geehrter Herr Christian Siedenbiedel,

in Ihrem FAZ-Beitrag über Silvio Gesell formulieren Sie das entscheidende Handicap der Währungspolitik: „Das Problem, dass Menschen und Banken Geld horten, statt es auszugeben oder zu investieren, ist wieder auf der Tagesordnung“. Präziser als alle populären Ökonomen bringen Sie das Thema auf den Punkt: „Gegen das Horten von Banknoten“.[mehr]

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Die EZB senkt den Ein­la­ge­zins­satz un­ter 0%
Das selbstabwertende Geld (Handelsblatt),
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